Neues Busregime, Stadtratswahlen und ein Dank an die Bauern

«Leserbrief von Patrick Roth», Ausgabe vom 29. September

Klaus Stahlberger, Rosenbüchelstrasse 1, 9014 St. Gallen
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Das vorweg: ich bin als Fussgänger, Velofahrer, Fahrgast im Bus und als Autofahrer in der Stadt unterwegs, je nach Bedürfnis, Wetter und anderen Umständen. Als Fussgänger ärgere ich mich über rücksichtslose Velofahrer und lange Rotphasen an Ampeln, als Velofahrer ärgere ich mich über fehlende gute Velowege und unaufmerksame Fussgänger, als Busbenützter über Verspätungen und verpasste Anschlüsse und als Autofahrer über verstopfte Strassen und und und! Ich könnte mich also täglich ärgern, aber das ist ungesund. Darum vertraue ich darauf, dass Stadtpolitiker vernünftige Vorschläge ausarbeiten, die allen Anliegen gerecht werden (oder es wenigstes versuchen)! Schade, dass die Chance vertan wurde, sich eingehend auf die Variante Tram einzulassen. In unzähligen Städten in ganz Europa gibt’s gute Beispiele, wie Mischung aus Tram, Bus und Velostrassen neben dem privaten Verkehr diese Städte wieder attraktiver machen können! Darum, liebe Politiker von rechts bis links: rauft euch zusammen und behaltet das Ganze, sprich alle Anliegen, im Blick. So wie es jetzt gerade läuft, ist St. Gallen weder auto-noch velogerecht, für Fussgänger nur bedingt, und der öffentliche Verkehr stösst an seine Grenzen.

Klaus Stahlberger, Rosenbüchelstrasse 1, 9014 St. Gallen

In der Diskussion um den Rückgang der Passagierzahlen bei den Stadtbussen wird ein wichtiger Faktor übersehen. Nebst Preis, Häufigkeit, Fahrzeit und Attraktivität des Busbahnhofes wird nicht an den Anschluss gedacht: Frühmorgens, abends und am Sonntag kommen beim Umsteigen von Zug zu Bus und von Bus zu Bus enorme Wartezeiten am Bahnhofplatz dazu. Zum Beispiel auf der Strecke Säntispark/Cine­dome–Rotmonten muss bei einer Verbindung pro Stunde 20 Minuten gewartet werden, weil die Taktzeiten des Siebners und des Fünfers verschieden sind und die Umsteigezeit am Bahnhof null Minuten beträgt. Das ist bei einer reinen Fahrzeit von 25 Minuten wenig attraktiv. Bei Kälte eine kleinere Zumutung und der Verlust einiger Fahrgäste, die den Spaziergang nach Hause der Warterei vorziehen. Ich schlage vor, in Randzeiten den Fahrplan zu überarbeiten. Die Grundlage können die IR/ICN-Züge nach Zürich bieten. Diese verkehren seit eineinhalb Jahren im exakten 30-Minuten-Takt. Zusätzlich könnte die Wartezeit der Busse von der Endhaltestelle an den Bahnhof verschoben werden. Das böte den Fahrgästen im Winter einen warmen Platz im Bus und den Chauffeuren einen guten Schwatz mit den Kollegen.

Roman Zech, Hofstettenstrasse 24, 9012 St. Gallen

Mit einem Unterbruch von einem Jahr fand dieses Jahr wieder die so beliebte Viehschau beim Haggenschlössli statt. Herzlichen Dank an die drei Bauern und die weiteren Helfer, die dies ermöglicht haben. Der Aufmarsch aus dem Quartier zeigte, es wurde wieder geschätzt. Vielleicht waren ja auch Leute aus der weiteren Umgebung da. Auf jeden Fall war die Stimmung genial, und Jung und Alt genoss die Viehschau. Mütter mit ihren kleinen Kindern schauten die kleinen Kälbli und die Kaninchen an. Gross und Klein bestaunten die wunderschönen Kuhglocken und schauten die Reihen der Kühe an. Leider habe ich nur noch eine Kuh mit Hörnern gesehen. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: feine Würste vom Grill und andere gute Sachen ersetzten für einmal das Mittagessen zu Hause. Und Äpfel, frisch vom Baum, wurden auf der Stelle zu Süssmost verarbeitet. So fein! Und das Wetter, das anfänglich noch nicht so gut war, hellte von Stunde zu Stunde auf, um nachher in schönstem Sonnenschein zu strahlen. Herzlichen Dank für dieses schöne Erlebnis. Und hoffentlich findet es auch nächstes Jahr wieder statt, obwohl es für die organisierenden Bauern eine Menge Arbeit bedeutet. Aber die Verbundenheit zwischen Bauernstand und Nichtbauern darf nicht verloren gehen. Darum nochmals Danke!

Rosmarie Winzeler, Haselstrasse 5, 9014 St. Gallen

Christlichsoziale stehen hinter Tschirky. Als einzige CSPlerin im Stadtparlament und als «offizieller CSP-Vertreter» direkt angesprochen, halten wir fest, dass die CSP unverändert hinter Boris Tschirky steht. Wir haben uns bereits an der Nominationsversammlung der CVP-Stadtpartei für den Stadtratskandidaten der CVP ausgesprochen. Wir kennen und schätzen Boris Tschirky aus unserer gemeinsamen Arbeit in Parlament und Fraktion. Dort haben wir ihn als verantwortungsvollen Politiker erlebt, der sich stets an christlich-ethischen Werten orientiert. Für ihn stehen die Menschen im Mittelpunkt – und Lösungen für die Menschen, um die es geht. Wir sehen es wie er: Für soziale Lösungen braucht es eine gesunde wirtschaftliche Basis. Als drittstärkste Kraft im St. Galler Stadtparlament übernimmt die CVP nach wie vor wesentliche Verantwortung für das Wohlergehen der Menschen in unserer Stadt. Wenn die CVP erstmals seit Jahrzehnten aus dem Stadtrat gekippt und durch eine Kleinstpartei ersetzt würde, die in den Parlamentswahlen gerade mal halb so viele Stimmen machte wie die CVP, würde das unsere bewährte Konkordanz empfindlich stören. Ein Verhältnis von vier zu eins im Stadtrat entspräche nicht dem ungefähr hälftigen Verhältnis zwischen «Ratslinker» und «Ratsrechter» im Stadtparlament. Auch das spricht klar für die Wahl von Boris Tschirky in den Stadtrat.

Stefan Grob, Geschäftsführer CSP Stadt St. Gallen, Falkensteinstrasse 52, 9000 St. Gallen

Susanne Gmünder Braun, Stadtparlamentarierin CVP/CSP,

Wolfgangstrasse 29, 9014 St. Gallen

Ja, Ich vertrete umwelt- und (langsam-)verkehrspolitische Anliegen im Stadtparlament. Und ja, ich engagiere mich auch in sozialpolitischen Themen. Aber für mich gibt es auch die andere Seite in der Politik: die gute Finanzlage unserer Stadt und eine gesunde Wirtschaft, vor allem im KMU-Bereich. Ich bin der Meinung, dass all diese Themen in der «gutbürgerlichen» Mitte der CVP Platz haben und unterstützt werden. Gutbürgerliche Mitte heisst genau das: Wir stehen ein für Diversität und leuchten Probleme von allen Seiten aus, bevor wir entscheiden.

Das ist eine gute Profilbeschreibung für unseren CVP-Stadtratskandidaten Boris Tschirky. Er ist aus der gutbürgerlichen Mitte, welche soziale wie auch wirtschaftliche Themen für uns Bürgerinnen und Bürger der Stadt St. Gallen perfekt und ausgewogen abdeckt. Darum unterstütze und wähle ich als CVP-Frau aus voller Überzeugung Boris Tschirky in den Stadtrat. Ich freue mich, wenn mit ihm die Bevölkerung in der Mitte durch einen erfahrenen, über die Stadtgrenzen hinaus anerkannten Stadtrat vertreten ist.

Barbara Hächler, Haggenhaldenstrasse 49, 9014 St. Gallen

Ich unterstütze beim zweiten Wahlgang für den Stadtrat Boris Tschirky. Seine Vision «eine starke Wirtschaft und eine starke Stadt» ist mehr als ein Wahlkampf-Slogan. Als mein Vorgänger bei der kantonalen Wirtschaftsförderung hat Boris Tschirky das Projekt «Wirtschaftliche Schwerpunktgebiete» ins Leben gerufen. Durch seine Idee konnten in den Folgejahren im ganzen Kanton Industrie- und Gewerbebrachen neuen Nutzungen zugeführt werden. Auch als Partner für die Umsetzung der Tourismuspolitik war auf Boris Tschirky Verlass. Als Direktor von St. Gallen Bodensee Tourismus hat er erfolgreich bewirkt, dass Tagungen und Kongresse in der Ostschweiz aktiv beworben werden und verschiedene Player (Hotels, Olma, Gastronomie et cetera) noch enger zusammenarbeiten. Ich habe Boris Tschirky auch als Unternehmer als wirksamen Schaffer erlebt, der das Gespräch sucht und bei dem die Lösung im Zentrum steht. Kompromisse bleiben möglich, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren. Boris Tschirky steht ein für wirksame Standortförderung, leistungsfähige Infrastrukturen und nachhaltige Innovationen. Genau das, was die Stadt St. Gallen braucht, um wieder vorwärts zu kommen.

Remo Daguati, Geschäftsführer HEV, Poststrasse 10, 9001 St. Gallen