Neues Bauland braucht Goldach

GOLDACH. In Goldach muss neuer Wohnraum entstehen, soll das angestrebte jährliche Wachstum von einem halben bis einem Prozent erreicht werden. Und neuer Wohnraum könnte in den Gebieten Sonnental und Grünhof entstehen.

Marianne Bargagna
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GOLDACH. Neuer Wohnraum verlangt nach Bauland. Und dieses ist in Goldach rar. Und: Mit dem vorhandenen Bauland lasse sich das angestrebte Wachstumsziel nicht erreichen, sagt Gemeinderatsschreiber Richard Falk. Zudem sei ein Teil dieses Baulandes auch nicht erhältlich.

Aus Tal wird Berg

Neues Bauland möchte der Gemeinderat in zwei Gebieten schaffen: Im Grünhof und Sonnental, pardon Sonnenberg, so heisst das Gebiet neu, weil es doch schöner sei, auf «dem Berg zu wohnen als im Tal», erklärt Falk lachend und fügt hinzu: «Die Sonne bleibt ja.» Im Sonnenberg geht es um ungefähr 20 000 Quadratmeter, im Grünhof um etwa 33 000 Quadratmeter.

Der Gemeinderat hat nun in einem ersten Schritt die entsprechenden Überbauungskonzepte erarbeitet. Sie dienen als Grundlage für die Teilzonenpläne. Ziel sei es, diese bis Ende Jahr dem Kanton zur Vorprüfung einzureichen, sagt Falk. Er rechnet damit, dass der Kanton etwa zwei Monate für die Vorprüfung benötige. Läuft alles rund, könnten die Teilzonenpläne im ersten Halbjahr 2013 öffentlich aufgelegt werden.

Wohnen auf dem Sonnenberg

Sind die Teilzonenpläne einmal in Kraft, können im Gebiet Sonnenberg etwa 14 Einfamilienhäuser und zwei Mehrfamilienhäuser gebaut werden. Für Falk wäre es sinnvoll, würden die Mehrfamilienhäuser von einem Investor realisiert, die Parzellen für die Einfamilienhäuser einzeln verkauft. Das Land gehört der Gemeinde und liegt in der Zone für öffentliche Anlagen und Bauten. Ursprünglich sei hier eine Erweiterung des Friedhofs geplant gewesen, sagt Falk. Dies sei aber nicht mehr opportun. Das Gebiet eigne sich als Wohnbauzone W2. Denn: Es liege an aussichtsreicher Lage und an der Postautolinie Goldach–Untereggen–St. Gallen. Und zu Fuss seien Dorfzentrum und Bahnhof gut erreichbar. «Schliesslich kommt die Wertsteigerung, die der Boden durch die Umzonung erfährt, der Gemeinde und damit der Allgemeinheit zugute», schreibt Falk im «Wellenbrecher», dem Gemeindemitteilungsblatt.

Zieht der Kanton mit?

Etwas anders sieht die Situation im Gebiet Grünhof beim ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb Schmid aus. Dieses Land in Privatbesitz ist heute Landwirtschaftszone und als Fruchtfolgefläche ausgeschieden. Darum sei es auch noch offen, ob das Gebiet in einem Schritt eingezont werden könne. Der Gemeinderat strebt dies zwar an. Aber eben: Ob der Kanton mitzieht, ist noch offen. Denn: Er könne pro Jahr nur ein gewisses Kontingent aus der Fruchtfolgefläche entlassen und Goldach sei nicht die einzige Gemeinde mit einem solchen Wunsch, erklärt Richard Falk. Im «Wellenbrecher» schreibt er: «Das zuständige Amt für Raumentwicklung und Geoinformation hat in einer ersten Stellungnahme positiv auf das Überbauungskonzept reagiert.»

Auch wenn die Einzonung in einem Schritt gelingen sollte, gebaut würde aber in zwei Etappen. In einer ersten Etappe könnte das Quartier Kleestrasse «seinen natürlichen Abschluss» finden, schreibt Falk im «Wellenbrecher». Und weiter: «Entsprechend sieht das Überbauungskonzept dort Einfamilienhäuser vor.» Gemäss Konzept etwa 15 an der Zahl.

Der andere Teil des Grundstückes soll in einer zweiten Etappe überbaut werden. Hier ist entlang der Sulzstrasse in einer Bautiefe eine Wohn- und Gewerbebauzone WG3 geplant, der Rest soll der Wohnbauzone W2 zugeschieden werden. Westlich des Paradiesweges soll eine Mehrfamilienhaus-Überbauung entstehen. Dann gibt es aber auch noch Platz für Terrassen-Einfamilienhäuser. «Das Konzept sieht aber auch grosszügige Grünflächen vor», ist im «Wellenbrecher» nachzulesen.

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