Neuer Treffpunkt fürs Riethüsli

Ende dieses oder Anfang des kommenden Jahres soll im Riethüsli der neue Quartiertreffpunkt «Nestpunkt» eröffnen. An der Hauptversammlung vom Donnerstag sprachen sich die Mitglieder deutlich dafür aus.

David Gadze
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Das Riethüsli soll einen neuen Quartiertreffpunkt bekommen. In einem Raum der reformierten Kirche an der Gerhardtstrasse 9 könnte noch dieses Jahr der «Nestpunkt» eröffnen. Das haben die über 100 Mitglieder des Quartiervereins an der Hauptversammlung vom Donnerstagabend beschlossen.

Zweimal pro Woche geöffnet

Geplant ist ein Lokal mit Küche und Bar, das jeweils freitags von 19 Uhr bis Mitternacht und sonntags von 11 bis 16 Uhr geöffnet sein wird. Unter der Woche können Vereine den Raum für diverse Veranstaltungen mieten. Laut Karin Quaile von der Betriebsgruppe ist die Höhe der Miete für die Vereine noch nicht festgelegt.

Der Umbau soll im Sommer oder im Herbst beginnen, die Eröffnung ist für Ende 2016 oder Anfang 2017 vorgesehen. Die Baubewilligung wurde bereits im vergangenen Oktober erteilt. Die Kosten betragen insgesamt 121 000 Franken (91 500 Franken für den Umbau, 29 500 Franken für die Ausstattung). 110 000 Franken seien durch Spendengelder bereits gesichert, sagte Quaile. Die Stadt beteiligt sich mit 1500 Franken, weitere rund 2700 Franken kommen aus «Stuhlspenden». Vor der Geldsammlung an der Hauptversammlung fehlten somit noch knapp 7000 Franken. Auch für die fünf- bis siebenköpfige Betriebsgruppe werden noch Mitglieder gesucht.

Kostendeckender Betrieb

Bereits im Vorjahr hatten die Mitglieder 5000 Franken für die Planungskosten bewilligt und entschieden, dass der Quartierverein als Trägerschaft auch eine Defizitgarantie gewähren soll. An der Hauptversammlung vom Donnerstagabend wurde denn auch die Frage gestellt, welches finanzielle Risiko der Quartierverein mit dem «Nestpunkt» eingehe. Die Verantwortlichen betonten, dass man davon ausgehe, den Betrieb kostendeckend führen zu können. Denn der Raum wird von der Kirche kostenlos zur Verfügung gestellt, lediglich an den Nebenkosten muss sich der «Nestpunkt» beteiligen. Dazu kommt eine monatliche Entschädigung von 1000 Franken. Der Einwand eines Mitglieds, man sei ja keine Bank, die Geld horten müsse, sondern könne im schlimmsten Fall auch ein paar tausend Franken ausgeben, beendete schliesslich die Diskussionen. Die Mitglieder stimmten mit grosser Mehrheit für den «Nestpunkt».

Fast 10 000 Franken Gewinn

Das Jahr 2015 schloss der Quartierverein Riethüsli mit einem Gewinn von fast 10 000 Franken ab, das Eigenkapital stieg damit auf über 40 000 Franken. Allein das Seifenkistenrennen, das alle zwei Jahre durchgeführt wird, spülte mehr als 3000 Franken in die Kasse. Die Erträge aus den Mitgliederbeiträgen nahmen um elf Prozent zu. 22 Austritten standen 42 Eintritte gegenüber. Dank gestiegener Inserateeinnahmen sei die Quartierzeitung nicht nur selbsttragend, sondern werfe sogar einen kleinen Gewinn ab, sagte Kassier Jürg Bernegger.

Wichtiger Autobahnanschluss

Eingangs der Hauptversammlung blickte Quartiervereinspräsident Hannes Kundert auf das Jahr 2015 zurück. Er betonte nochmals die Wichtigkeit des geplanten Autobahnanschlusses bei der Liebegg für das Quartier. Dieses habe sich noch vor zehn Jahren in einer Umfrage für einen Tunnel in die Innenstadt ausgesprochen.

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