Neuer Look für Waldkirch

WALDKIRCH. In Waldkirch braucht es mehr Platz und mehr Sicherheit – darum muss der Dorfkern neu gestaltet werden. Davon ist Gemeindepräsident Franz Müller überzeugt. Am Donnerstag informierte er über die geplante Strassensanierung.

Nina Rudnicki
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Das Dorfzentrum in Waldkirch soll farbiger und grosszügiger werden. (Bild: Urs Bucher)

Das Dorfzentrum in Waldkirch soll farbiger und grosszügiger werden. (Bild: Urs Bucher)

WALDKIRCH. Farbbänder entlang des Strassenrands, breitere und mit Steinplatten ausgelegte Trottoirs sowie Rabatten für Bäume und Pflanzen – so könnte das Dorfzentrum in Waldkirch bereits 2014 aussehen. Zwischen der Kreuz-Kreuzung und dem Kronenplatz plant die Gemeinde, die Strasse zu sanieren und den Strassenraum neu zu gestalten. Gemeinsam mit Ralf Bürki, Leiter des kantonalen Tiefbauamtes, und Marc Rudolf, projektierender Ingenieur, stellte Gemeindepräsident Franz Müller das Vorhaben am Donnerstagabend in der Aula des Oberstufenzentrums den Bürgern vor.

Optisch verschmälern

«Das Ziel der Umgestaltung ist in erster Linie, die Geschwindigkeit der Fahrzeuge zu reduzieren und dadurch die Sicherheit der Fussgänger zu erhöhen», sagt Müller über das 1,7 Millionen Franken teure Projekt. Davon müsste die Gemeinde rund 900 000 Franken übernehmen, der Kanton 800 000. Sechs bis acht Monate würde die Bauzeit betragen. Dafür bringt der neugestaltete Dorfkern für die Waldkircher viele Vorteile mit sich, sind sich die drei Referenten einig. «Die randseitigen Farbstreifen verschmälern die Strasse optisch. Die Autolenker fahren dadurch automatisch langsamer», sagt Rudolf. Aussderdem würden die Trottoirs nach der Sanierung breiter sein und sich statt wie bisher zehn nur noch drei Zentimeter von der Strasse abheben. Natursteinpfosten, sogenannte Poller, sollen Trottoir und Strasse voneinander trennen und verhindern, dass hier Autos parkieren können. Für die Fahrbahn ist eine Strassenbreite zwischen 5,5 und 9 Metern vorgesehen.

Ohne Fussgängerinsel

Allerdings müsste für die Neugestaltung des Dorfkerns die Mittelinsel des Fussgängerstreifens geopfert werden. Zudem lassen die Projektpläne offen, wo und ob die Polizei neue Fussgängerstreifen bewilligen wird. Diese Punkte lösten an diesem Abend bei den Waldkirchern dann auch am meisten Diskussionen aus. «Wie sollen denn die Kindergärtler sicher über die Strasse, wenn es an Fussgängerstreifen fehlt?», wollte ein Bürger wissen. «Ich glaube, hier geht es mehr um die Gestaltung als um die Sicherheit», wendete ein anderer ein. Dennoch war sich die Mehrheit einig, dass es an der Zeit sei, in Waldkirch etwas zu verändern.

Noch einige Hürden

Zunächst müsse das Projekt aber noch einige Hürden nehmen, sagte Bürki vom Tiefbauamt. Dazu gehört etwa die Vernehmlassung bei der Gemeinde, eventuell eine Abstimmung an einer ausserordentlichen Bürgerversammlung, die Einsprachefrist und der Grundstückserwerb, der für die breiteren Trottoirs nötig ist.