Neuer Kanal für Mischwasser ist «wenig innovativ»

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GewässerschutzDas Quartier Lachen wird im Mischsystem entwässert. Dieses soll für 6,7 Millionen Franken erneuert werden. Alle Fraktionen im Stadtparlament sahen gestern die Notwendigkeit eines Ausbaus des Mischwasserkanals in der Rechenstrasse sowie der Entlastungsleitung zur Sitter ein. Entsprechend klar fiel das Abstimmungsergebnis mit 58 Ja zu 0 Nein aus. Trotzdem gab’s Kritik für den Stadtrat von den Grünliberalen.

Seitens der GLP erinnerte Thomas Brunner das Stadtparlament an den Klimawandel. Und daran, dass es immer stärkere Regenfälle geben werde. In Anbetracht dessen sei dieses Projekt wenig innovativ und nicht generationsübergreifend. «Das Projekt ist unbefriedigend und die Fraktion hat ernsthaft überlegt, den Kredit abzulehnen», sagte er. Der Stauraum sei zwar grosszügig konzipiert, aber allenfalls schnell voll. Der Nutzen der Erneuerung sei aber unbestritten.

Ein wichtiges Projekt für den Gewässerschutz

Stadtrat Peter Jans wies den Vorwurf, Entsorgung St. Gallen sei zu wenig innovativ, vehement zurück. «Die künftige Entwicklung wurde ins Projekt mit einbezogen.» Mit dieser Investition könne der Gewässerschutz mit einem «vernünftigen Aufwand» erheblich besser eingehalten werden. Veronika Meyer von den Grünen schloss sich den Bedenken von Brunner an. Trotzdem stellte sie sich klar hinter das Projekt. Denn nur damit könne verhindert werden, dass Schmutz, wie beispielsweise Strassendreck, in die Sitter gelange. «Heute geschieht dies bereits bei mittelschweren Regenfällen.» Der Beschluss zur Erneuerung des Mischwasserkanals untersteht dem fakultativen Referendum. (ren)