Neuer Anlauf für Steinbruch Campiun

Holcim, die Besitzerin des Steinbruchs Campiun in Sevelen, hat beim Kanton St. Gallen ein Gesuch um Aufnahme in den Richtplan eingereicht. Sie will wieder Hartgestein abbauen.

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SEVELEN. Um wieder anerkannter Abbaustandort zu werden, muss die Gesuchstellerin Nachweise erbringen. Das frühere Projekt – vom Einwohnerverein Rans-Oberräfis bekämpft und 2006 vor Bundesgericht gescheitert – «muss überarbeitet werden», sagt Willi Hangartner vom kantonalen Amt für Raumentwicklung und Geoinformation. Erst dann bestehe die Chance, dass Campiun wieder in Betrieb genommen und Hartgestein abgebaut werden könne.

Von Holcim wird verlangt, dass die Schutzziele des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung deutlich besser eingehalten werden als im Vorgängerprojekt.

Darüber hinaus müssen auf Verlangen des Bundes weitere Punkte konkretisiert werden – die Abbaumenge, ökologische Massnahmen, die immissionsarme Erschliessung oder die Materialqualität.

Letzteres kann entscheidend sein – dem Abbau von Hartgestein erster Qualität wird aufgrund des Bedarfs im Schienen- und Strassenbau nationale Bedeutung zugemessen.

Der Einwohnerverein will sich erneut gegen die Pläne der Holcim Schweiz AG wehren. (ab)