Neuer Anlauf für neues Schulhaus

Noch an der Bürgerversammlung von Ende November waren sich Schul- und Gemeinderat uneinig, wie es mit dem Schulhausneubau im Grüntal weitergehen soll. Jetzt haben die Räte einen Konsens gefunden. 2016 wird abgestimmt.

Corinne Allenspach
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Im Grüntal zwischen der Firma Spühl und dem Schwimmbad soll bis 2019 ein neues Schulhaus entstehen. (Bild: Urs Jaudas)

Im Grüntal zwischen der Firma Spühl und dem Schwimmbad soll bis 2019 ein neues Schulhaus entstehen. (Bild: Urs Jaudas)

WITTENBACH. Primarschulratspräsidentin Ruth Keller ist guter Dinge. «Das ist positiv für Wittenbach», sagt sie und meint damit, dass Gemeinde- und Schulrat einen Konsens gefunden haben für den Schulhausneubau im Grüntal. Grundsätzlich waren sich beide Räte stets einig, dass eine neue Schulanlage als Ersatz für die Schule Dorf sinnvoll und nötig ist. Uneins war man sich aber über den Zeitpunkt der Realisierung. So wollte der Gemeinderat wegen der finanziell angespannten Situation Wittenbachs frühestens 2016 über neue Investitionen entscheiden. Der Schulrat hingegen möchte das neue Schulhaus 2019 einweihen.

2016 abstimmen, 2019 einziehen

Nachdem der Gemeinderat das Vorhaben nun unterstützt, den bereits bewilligten Projektierungskredit von 250 000 Franken auszuschöpfen, will der Schulrat die Planung der neuen Schule «unverzüglich in die Wege leiten». Ziel sei es, der Bevölkerung in der ersten Hälfte 2016 an einer Urnenabstimmung ein konkretes Bauprojekt vorzulegen. Bei einem Ja könnte die neue Schulanlage wie vom Schulrat geplant 2019 bezogen werden.

Keine Sieger und Verlierer

Noch im November 2013 sah es so aus, als könnten sich Schul- und Gemeinderat nicht einigen. Darum kündigte der Schulrat eine Grundsatzabstimmung an für die Bürgerversammlung vom Mai 2014. «Diese ist nun hinfällig geworden», sagt Ruth Keller. Nach einer erneuten gemeinsamen Analyse seien sich beide Räte einen Schritt entgegengekommen. «Es geht nicht um Sieger oder Verlierer», betont Ruth Keller. Aber Einigkeit sei wichtig im Hinblick auf den weiteren Fahrplan. «Nur einfach warten ist nicht die Lösung.» Der Schulrat brauche Sicherheit im Bereich der Schulraumplanung.

Die beiden Schulhäuser auf dem Dorfhügel sind rund 140 und 100 Jahre alt. Und sie entsprechen längst nicht mehr den heutigen schulischen Anforderungen. Gruppenräume fehlen ebenso wie eine Turnhalle, Informatikunterricht findet im Schulhausgang statt, Sonderwochen im Keller. «Eine Sanierung würde einige Millionen kosten», sagte Ruth Keller bereits vor zwei Jahren im Tagblatt. «Und ein <Gebastel> bliebe es trotzdem.»

Gebäudecheck bringt Klarheit

Im Mai 2012 informierte der Primarschulrat erstmals über die Neubaupläne, nachdem eine Planungsgruppe 27 Varianten geprüft hatte. Mit dem Ergebnis: «Ein Neubau im Grüntal ist die einzig richtige Lösung.» Im November 2012 bewilligte die Bürgerversammlung einen Projektierungskredit von 250 000 Franken für ein rund 25 Millionen Franken teures Schulhaus mit Dreifachsporthalle.

Vermutlich mit ein Grund für den jetzigen Konsens sei der Gebäudecheck, den ein externer Fachmann kürzlich machte. «Eine Gesamtsanierung des 140jährigen unteren Schulhauses käme teurer als ein Neubau auf grüner Wiese», sagt Ruth Keller. Und der 40jährige Pavillon, der als Provisorium gedacht war, müsste abgerissen werden.

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