Neue Trefferanzeige installiert

Anwohner des Schiessstandes haben sich lange gegen den Standort des Schützenvereins gewehrt. Vor kurzem wurde aber eine neue Trefferanzeige installiert, der Schiesssport bleibt an Ort und Stelle.

Oliver Schneider
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Anwohner der Schiessanlage Eggersriet haben sich lange gewehrt. (Bild: Oliver Schneider)

Anwohner der Schiessanlage Eggersriet haben sich lange gewehrt. (Bild: Oliver Schneider)

EGGERSRIET. Der Schützenverein Eggersriet-Grub hat seit kurzem eine neue Trefferanzeige. «Der Weg dahin war aber lang und steinig», sagt Vereinspräsident Peter Hochreutener. Die alte Trefferanzeige habe schon seit einiger Zeit Störungen aufgewiesen. Vor sieben Jahren seien Ungenauigkeiten bei der Anzeige aufgetreten, die sich nach und nach verschlimmert hätten.

Anwohner wehren sich

Gleichzeitig kämpfte aber die Bürgerinitiative «Pro Schiessanlage Schaugenbädli» gegen den Betrieb der Schiessanlage im Dorf. Es wurde Rekurs gegen die baurechtlichen Beschlüsse des Gemeinderats für eine neue Trefferanzeige erhoben. Die Lärmemissionen seien bei manchen Anwohnern zu hoch gewesen, erklärt Hochreutener. Der Schützenverein habe schon starke Einschränkungen in bezug auf die Schiesszeiten und die Schusszahl, um den Lärm einzuschränken. Im Jahr darf total 50 Stunden geschossen werden; in den Schulferien gilt Schiessverbot. 2009 kam es zur Abstimmung. Die Bevölkerung wies den Rekurs klar zurück. «Danach hat der Gemeinderat 50 000 Franken im Budget für eine neue Trefferanzeige einberechnet», sagt Hochreutener. Dieses Geld sei aber wegen eines weiteren Einsprechers blockiert worden. Dieser zog den Fall bis vors Verwaltungsgericht, wo der Entscheid gegen ihn ausfiel. Der Schützenverein Eggersriet-Grub konnte endlich die veraltete Anlage wie geplant sanieren.

Eigene Schiessanlage ist billiger

Hochreutener ist froh über die neue Trefferanzeige. Schliesslich habe jede Gemeinde die Pflicht, den Bürgern eine Schiessanlage für die Bundesübung bereitzustellen. «Hätte Eggersriet keine Anlage mehr, müsste man sich in eine andere einmieten, was sehr teuer ist.» Die Gemeinde habe 50 000 Franken in die Sanierung investiert, die IG Sport-Toto mit dem Schützenverein die restlichen 50 000 Franken.

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