Neue Pfarrerin einstimmig gewählt

Die Kirchbürgerinnen und Kirchbürger haben Barbara Christine Köhler einstimmig und mit Applaus zur neuen Pfarrerin von Evangelisch-Thal-Lutzenberg gewählt. Sie wird ihr Amt am 1. März antreten.

Gisela Tobler
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Barbara Christine Köhler erklärt Annahme der Wahl. (Bild: Gisela Tobler)

Barbara Christine Köhler erklärt Annahme der Wahl. (Bild: Gisela Tobler)

THAL. Das Wahlprozedere anlässlich der ausserordentlichen Kirchgemeindeversammlung in der paritätischen Kirche von Thal verlief kurz und diskussionslos. Die 97 von insgesamt 1951 anwesenden Stimmberechtigten der Evangelischen Kirchgemeinde, was einer Beteiligung von 4,97 Prozent entspricht, wählten Barbara Christine Köhler einstimmig und mit Applaus zur Nachfolgerin von Richard Bloomfield als neue Pfarrerin für den Gemeindekreis Thal-Lutzenberg.

Eingangs hielt Präsidentin Melanie Tobler Dudler Rückschau auf das aufwendige Wahlverfahren. Insgesamt seien 19 Bewerbungen eingegangen, wobei man insbesondere auf folgende Punkte Wert gelegt habe: Eindruck aus Gesprächen und dem Gottesdienst, Referenzen und Zeugnisse, Eignung für die Jugendarbeit, verständliche Sprache, Teamfähigkeit und offene Persönlichkeit. Schliesslich sei man sich in der Pfarrwahlkommission einig gewesen, Barbara Köhler zur Wahl vorzuschlagen.

Sympathie und Wohlwollen

Sichtlich erfreut erklärte die neue Pfarrerin Annahme der Wahl und bedankte sich sowohl für den Blumenstrauss als auch für die Sympathie und das Wohlwollen, das ihr während der vergangenen Wochen entgegengebracht worden sei. Beim anschliessenden Apéro im Kirchgemeindehaus wurde die Gelegenheit rege benützt, mit Barbara Köhler einige persönliche Worte zu wechseln.

Offen und lebhaft

Nein, sie beginne ihr Amt nicht mit konkreten Plänen, sondern wolle zuerst ihren Platz finden oder, wie es die Pfarrerin auch ausdrückt: «Wenn die Gemeinde ein Sandhaufen ist, möchte ich gerne <mitsändele>.» Sie sei offen, lebhaft und an Lebensgeschichten interessiert. Aufgewachsen ist sie in Arbon, und die Rückkehr an den Bodensee, den sie immer vermisst habe, löse bei ihr heimatliche Gefühle aus. Ein wichtiger Grund weshalb sie sich in Thal beworben habe, sei die paritätische Kirche, denn die Ökumene liege ihr sehr am Herzen.

Ende Februar wird Barbara Köhler ins Thaler Pfarrhaus einziehen, worauf sie sich ebenfalls freut: «Ich empfinde es als Privileg, in diesem grossen Haus wohnen zu dürfen und so viel Platz für mich zu haben.» Am Sonntag, 1. März, wird sie ihren ersten Gottesdienst als gewählte Pfarrerin von Evangelisch-Thal-Lutzenberg halten, und am 26. April folgt die feierliche Amtseinsetzung mit dem Dekan.