Neue Orgel, neuer Vorsitz und ein bisschen Ärger

Evangelisch-Rheineck beklagt eine Verzögerung beim Kirchgemeindehaus-Umbau und will die Orgel revidieren lassen. Auch personelle Wechsel stehen bevor.

Gert Bruderer
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RHEINECK. Pfarrer Christian Bieri wird die Kirchgemeinde nach achtjährigem Wirken Ende Jahr verlassen und nach Unterentfelden umziehen. Er hat in Rheineck das Angebot ausgebaut, so dass es heute ein Musikteam gibt, einen Fahrdienst, ein Team für Kreatives und vieles mehr. Sogar ein umfangreiches Handbuch für das Rheinecker Pfarramt hat er jüngst erstellt. Auch seine Gattin Marianne engagierte sich stets.

Eine Nachfolge ist zudem für Präsidentin Cornelia Furler zu finden. Wegen eines ungeplanten Wohnortswechsels tritt sie früher als vorgesehen auf März zurück. Sie geht davon aus, dass sich an der Kirchgemeindeversammlung vom 25. März jemand vorstellen lässt. Als neues Mitglied der Kirchenvorsteherschaft stellt sich Rahel Müller-Sonderegger, 1965, zur Verfügung. Sie ist verheiratet, hat einen Sohn und ist in Rheineck aufgewachsen. Hier leitete sie sechs Jahre den Ferienpass. Seit 20 Jahren amtet sie als Aktuarin im Wohnheim Felsengrund in Stein. Sie arbeitet seit 18 Jahren Teilzeit in der Pflege. Auch für die Kirchenratskanzlei in St. Gallen und die Schweizerische Arbeitsstelle für die Ökumene in Bern war sie tätig.

Ein grösseres Vorhaben für dieses Jahr ist die Revision der 60jährigen Orgel, die vor drei Jahrzehnten letztmals revidiert wurde. Weil die Orgel gross ist und wegen ihres Standorts ist ein Gerüst nötig. Die Revision dürfte zwei Monate dauern. Budgetiert sind 48 000 Franken. Der Voranschlag der Kirchgemeinde ist dank des Finanzausgleichs (fast eine Viertel Million Franken) fast ausgeglichen, bei einem budgetierten Aufwandüberschuss von 11 000 Franken. Der Steuerfuss beträgt 28 Prozent.

Die Teilsanierung des Kirchgemeindehauses samt Änderung des Notausgangs hat sich stark verzögert. Der Grund ist gemäss Jahresbericht die Nichteinhaltung der Termine durch eine der beteiligten Firmen. Bei der Arbeitsvergabe sei vereinbart worden, dass die Ausführung zwischen August und Oktober 2011 zu erfolgen habe. Anscheinend sei das besprochene Enddatum von der betreffenden Firma mit dem Startdatum verwechselt worden, obschon mehrmals auf das Zeitfenster verwiesen wurde. Im Innern wurden alle Arbeiten fristgerecht ausgeführt, ausserhalb klappte dies nicht.