Neue Halle soll Pferdebetrieb entlasten

Die Nachfrage nach Reitstunden im Stall Ahorn in St. Josefen steigt stetig. Gerade im Hinblick auf die vielen Pensionspferde führte dies zu räumlichen Engpässen. Aus diesem Grund soll in einigen Monaten eine neue Pferdebewegungshalle erbaut werden.

Manuela Bruhin
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Wo heute noch Pferde weiden, soll bald gebaut werden. (Bild: Davia Korte)

Wo heute noch Pferde weiden, soll bald gebaut werden. (Bild: Davia Korte)

ST. JOSEFEN. Die Zeit für ein Interview ist bei der Grundeigentümerin des Stalls Ahorn in St. Josefen, Andrea Heim Ducret, knapp bemessen. Auch über die Feiertage steht sie tagsüber bis in die Abendstunden in der Pferdehalle, um ihren Schülern die Grundregeln des Reitens zu vermitteln. Bereits Fünfjährige können hier Reitstunden im Pony-Club besuchen, und bei Jugendlichen und Erwachsenen liegen entsprechende Kurse und Seminare hoch im Kurs. Insgesamt 65 Pferde sind in den Boxen untergebracht, davon sind 30 Pensionstiere. Die zahlreichen Vierbeiner bringen die Infrastruktur an ihre Kapazitätsgrenze. «Kaum eine andere Pferdebewegungshalle in der Ostschweiz ist derart belegt wie unsere», sagt Heim Ducret. Gerade zu Spitzenzeiten am Mittwoch, am Freitag oder am Samstag hätten die Pensionäre kaum mehr die Gelegenheit, ihre Pferde in der Halle bewegen zu können. Durch die Reitstunden sei sie praktisch dauernd belegt.

Fundierte Kenntnisse

Eine neue Halle soll dem Stall Ahorn eine gewisse Entlastung bringen. Während in den alten Räumen Reitstunden abgehalten werden können, erhalten die Pensionäre mehr freie Zeitblöcke, um ihre Pferde in der neuen Halle reiten oder longieren zu können. Denn laut Heim Ducret ist klar, dass die Nachfrage nach Reitstunden auch künftig nicht einbrechen wird. «Die Leute wollen zusammen mit ihren Tieren etwas erarbeiten», sagt sie. Ausserdem würde man seinem Hobby wieder mehr Zeit widmen. Und der Ruf, dass Reitstunden überteuert sind, sei im Vergleich zu Musik- oder Tennisstunden ebenfalls veraltet. «Es ist auch in unserem Sinn, uns weiter zu spezialisieren», erklärt Heim Ducret. Denn wo andernorts leere Boxen und Infrastrukturen ein eher trauriges Bild abgeben, herrscht im Stall Ahorn stets Hochbetrieb. Für Heim Ducret kommt dieser Erfolg nicht von ungefähr. «Wir verfügen über ein Team mit ausgebildeten Fachleuten. Egal, ob Reitlehrer, Bereiter oder Pferdepfleger – alle verfügen über eine entsprechende Ausbildung.» Und dieser kompetente Umgang zahle sich aus.

Keine Einsprachen

Die Einsprachefrist für die neue Pferdebewegungshalle bis zum 18. Dezember ist ungenutzt verstrichen. Nun liegt das Projekt beim Kanton, der es nochmals während einiger Wochen prüft. Heim Ducret hofft, dass die Pläne möglichst rasch weitergeleitet werden, damit noch in diesem Frühling mit den rund zweimonatigen Bauarbeiten begonnen werden kann.