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Neue Chance fürs Klubhaus

Der St. Galler Immobilienbesitzer Fredi Brändle will das Spanische Klubhaus kaufen, sanieren und weiterbetreiben. Dem Quartier dürfe nicht wie in Rotmonten das Herz herausgerissen werden. Derweil verhandelt die Stadt über den Kauf.
David Gadze
Das Spanische Klubhaus als Herz des Quartiers soll nicht abgerissen, sondern saniert werden. (Bild: Urs Jaudas/Archiv)

Das Spanische Klubhaus als Herz des Quartiers soll nicht abgerissen, sondern saniert werden. (Bild: Urs Jaudas/Archiv)

Die Tage des Spanischen Klubhauses schienen bereits gezählt. Die drei Familienausgleichskassen, welche es Ende 2013 zusammen mit dem Nachbargebäude gekauft hatten, wollten an seiner Stelle einen Büroneubau realisieren. Und auch die Stadt St. Gallen hatte angekündigt, es abzubrechen, falls sie die beiden Gebäude den Ausgleichskassen abkauft. Nun ist erstmals wieder von einem Erhalt des Gebäudes die Rede: Fredi Brändle, dem diverse Immobilien in der Stadt St. Gallen gehören, will das Spanische Klubhaus kaufen. «Gleichzeitig würde ich mich verpflichten, das Klubhaus zu sanieren, um es dem Hogar Español mit einem langjährigen Mietvertrag zur Verfügung zu stellen.»

Stadt verhandelt immer noch

Nach wie vor ist ungewiss, ob die Stadt St. Gallen das Spanische Klubhaus kauft. Sie verhandelt immer noch mit den drei Familienausgleichskassen. Diese gaben ihr Bürogebäude vorerst auf, nachdem sich die Planung zu einer Farce entwickelt hatte, und boten die beiden Grundstücke im vergangenen November der Stadt zum Kauf an. Grund dafür war der massive Widerstand von Anwohnern und dem Heimatschutz gegen das Vorhaben. Die Planung der Überbauung wurde am Ende gar zum Politikum.

Brändle betont, auf der Nordseite des Hauptbahnhofs dürfe nicht derselbe Fehler gemacht werden wie in Rotmonten mit dem Abriss des Restaurants Sonne. Man könne ja sehen, was durch die angestrebte Gewinnmaximierung passiert sei: «Man hat dem Quartier das Herz herausgerissen und das Zentrum verunstaltet.» Brändle ist ausserdem überzeugt, dass das Spanische Klubhaus im Stadtzentrum bleiben müsse, wolle man es erhalten. «Der Umzug nach Winkeln hätte wohl das Ende bedeutet. So eine Institution lässt sich nicht einfach verpflanzen, schon gar nicht an den Stadtrand.» Brändle ist auch überzeugt, dass sich das Klubhaus zu einem annehmbaren Preis sanieren und zu fairen Konditionen an den Hogar Español vermieten liesse. Er erklärt sich überdies bereit, das Nachbargebäude zu kaufen.

Wer darf das Klubhaus kaufen?

Ob die Ausgleichskassen dazu bereit wären, die beiden Liegenschaften an Brändle zu veräussern, ist eine andere Frage. Im November hatten sie betont, sie nur der Stadt verkaufen zu wollen. Komme es zu keiner Einigung, werde man keinen anderen Abnehmer für die Liegenschaften suchen, sondern das ursprüngliche Projekt weiterverfolgen, sagten sie damals.

Eine weitere Hürde dürfte die Höhe des Verkaufspreises sein. Brändle sagt, er sei bereit, einen «vernünftigen Preis», der in etwa dem ursprünglichen Verkaufspreis entspreche, zu bezahlen. Die Ausgleichskassen hatten das Klubhaus für rund 1,55 Millionen Franken erworben. Der Kaufpreis des Nachbargebäudes ist nicht bekannt. Aus einer gut informierten Quelle heisst es, dass es knapp zwei Millionen gekostet haben soll. Die Ausgleichskassen sagten, dass im Verkaufspreis auch alle inzwischen aufgelaufenen Kosten enthalten sein müssten. Mit den bisherigen Planungskosten, Zinsausfällen und anderen Aufwendungen dürfte sich der Preis für die beiden Gebäude also in der Grössenordnung zwischen vier und fünf Millionen Franken bewegen.

Die Ausgleichskassen schweigen

Hans M. Richle, Präsident einer der drei Ausgleichskassen, wollte sich gestern auf Anfrage nicht zum Kaufangebot von Fredi Brändle äussern. Auch Stadträtin Patrizia Adam verwies auf die laufenden Verhandlungen mit den Ausgleichskassen.

Fredi Brändle Immobilienbesitzer und -verwalter aus St. Gallen (Bild: pd)

Fredi Brändle Immobilienbesitzer und -verwalter aus St. Gallen (Bild: pd)

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