Neue Chance für Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona

ST.GALLEN. Das Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona, das seit seiner Eröffnung im Jahr 2008 mit Problemen kämpfte, erhält unter einem neuen Konzept nochmals eine Chance: Der Kantonsrat stimmte am Dienstag einem Übergangsbeitrag von 150'000 Franken zu.

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Blick ins Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona. (Bild: Urs Jaudas/Archiv)

Blick ins Kunst(Zeug)Haus Rapperswil-Jona. (Bild: Urs Jaudas/Archiv)

Damit werden die Defizite gedeckt, mit denen 2014 und 2015 gemäss einem "Worst-case-Szenario" zu rechnen ist. Das Kunst(Zeug)Haus soll mit einem neuen Stiftungsrat und verstärkten Fundraising- und Sponsoringbemühungen eine erfolgreiche Basis bekommen.

Die SVP-Fraktion beantragte die Streichung des Beitrags aus dem Lotteriefonds. Für das Kunst(Zeug)Haus, das bereits einen Jahresbeitrag von 165'000 Franken vom Kanton erhalte, gebe es keinen Bedarf. Es sei besser, das Projekt abzubrechen, argumentierten SVP-Vertreter.

"Grosses Potenzial"
Der Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, Erich Zoller (CVP), warnte davor, der Institution jetzt "den Stecker zu ziehen". Die einmalige Sammlung zeitgenössischer Schweizer Kunst habe grosses Potenzial.

Auch Regierungsrat Martin Klöti machte sich für das Kunst(Zeug)Haus stark, das ein Schwerpunkt der Kulturpolitik im Linthgebiet sei. Klöti sagte aber auch, dass die Institution in Zukunft einen höheren Jahresbeitrag von 280'000 Franken brauchen werde.

Der Rat hielt mit 73 zu 30 Stimmen bei neun Enthaltungen am Übergangsbeitrag fest und lehnte den Streichungsantrag der SVP ab. Die übrigen Beiträge aus dem Lotteriefonds gaben im Rat nicht zu reden. Total wurden Beiträge von 3,8 Millionen Franken gesprochen. (sda)