Neue Baumarten braucht die Stadt

Veränderung Ungünstige Bedingungen wie enge Baumgruben, Versiegelung, Trockenstress, Schadstoff-Einflüsse und nicht zuletzt der Klimawandel haben Einfluss auf die Auswahl von Bäumen für Neupflanzungen. Viele klassische Baumarten sind künftigen Anforderungen nicht mehr gewachsen.

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Veränderung Ungünstige Bedingungen wie enge Baumgruben, Versiegelung, Trockenstress, Schadstoff-Einflüsse und nicht zuletzt der Klimawandel haben Einfluss auf die Auswahl von Bäumen für Neupflanzungen. Viele klassische Baumarten sind künftigen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Sie sind anfälliger geworden für Schädlinge und Krankheitserreger.

Diese Entwicklung der letzten Jahrzehnte hat zur Folge, dass heute auch in der Stadt St. Gallen häufig Baumarten aus Süd- und Nordeuropa, aber auch aus Nordamerika und Japan gepflanzt werden. Dazu zählen beispielsweise der Französische Ahorn, der Schneeballblättrige Ahorn, der Lederhülsenbaum, der Amberbaum, der japanische Schnurbaum oder auch die beliebte Silberlinde.

Dass sich das Erscheinungsbild der Stadt auf diese Weise jenem von Lugano angleicht, ist allerdings nicht zu erwarten. Zum einen spielt die Höhenlage von St. Gallen eine Rolle, zum andern sind selbst im Tessin die Palmen unerwünscht, weil sie als Neophyten, als exotische Eindringlinge, die einheimischen Arten verdrängen. Vor 80 Jahren war Lugano noch palmenfrei. Palmen wurden erst danach aus dem südasiatischen Raum als Zierpflanzen eingeführt. (th)