Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

NEUBAU: Richtschnur sind Bauordnung und Zonenplan

Am Mühlensteg will ein Investor aus Winterthur auf einem brachliegenden Hang einen Neubau aufstellen. Aus dem Quartier gibt es Kritik dazu. Der Stadtrat verweist unter anderem auf die Rechtsordnung.
Die Bauvisiere am Hang vor dem Haus Mühlensteg 3. (Bild: Reto Voneschen)

Die Bauvisiere am Hang vor dem Haus Mühlensteg 3. (Bild: Reto Voneschen)

Das Haus Mühlensteg 8 wurde 2016/17 saniert und modernisiert. Im Gebäude am Ende des Mühlenstegs, unterhalb der Felsenbrücke und der unteren Berneggstrasse sind Wohnungen für Studentinnen und Studenten sowie Ateliers untergebracht. Als Bauherrschaft tritt eine Treuhandfirma aus Winterthur aus.

Alle Einsprachen wurden abgewiesen

Skepsis und teils auch offene Kritik löst im Quartier nicht diese Sanierung aus. Stein des Anstosses und Anlass für eine Einfache Anfrage im Stadtparlament von Andreas Hobi (Grüne) ist ein Neubau, den die gleiche Bauherrschaft am Hang neben dem Haus Mühlensteg 8 plant. Dort war ursprünglich eine Freiraumgestaltung geplant, jetzt sollen dort sogenannte «Businesswohnungen» entstehen. Gegen das Vorhaben gab’s im Auflageverfahren «eine Vielzahl» von Einsprachen. Darunter war eine des städtischen Liegenschaftenamtes, dem das Haus Mühlensteg 3 direkt unterhalb des Neubaus gehört. Das ist den Antworten des Stadtrates auf die Einfache Anfrage Hobi zu entnehmen. Alle Einsprachen wurden am 8. Dezember von der Baubewilligungskommission abgewiesen.

Andreas Hobi kritisierte in seinem Vorstoss, dass das Neubauvorhaben am Mühlensteg 8A zu wenig aufs Quartier Rücksicht nehme. Und den teils langjährigen Mieterinnen und Mietern im Haus Mühlensteg 3 werde damit quasi eine Mauer vor die Fenster gebaut, die ihnen das an dieser Lage sowieso nicht üppige Sonnenlicht weitgehend nehme.

Dem Stadtrat und der Baubewilligungsbehörde sei bewusst, dass sich der Mühlensteg 8A an einer prominenten Lage am südlichen Rand der Altstadt und in Sichtweite zum Kloster befinde. Der Neubau sei aber nicht leichtfertig ermöglicht worden. Der Sachverständigenrat für Baukultur und die Baubewilligungskommission haben sich intensiv mit dem Vorhaben beschäftigt und Korrekturen daran angebracht. Dass der Neubau jetzt passt, begründet die Baukommission etwa damit, dass das Projekt «mit seiner polygonalen Form auf den städtebaulichen Kontext» reagiere. Es entspreche «im Fussabdruck der Körnigkeit des vorhandenen Ortsbildes».

Der Stadtrat zeigt sich in der Antwort auf die Anfrage überzeugt, dass sich das Projekt gut in die historische Bausubstanz der Umgebung einfügt. Bei der Beurteilung von Baugesuchen seien auch nicht politische Erwägungen, sondern die Rechtsordnung, etwa Bauordnung und Zonenplan, ausschlaggebend. (vre)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.