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Nervtötendes Globus-Glöcklein

«Neue Vorstösse zu lärmigen Themen», 20.5.

«Neue Vorstösse zu lärmigen Themen», 20.5.2010

Haben die Stadtparlamentarier Hufenus und Würmli keine wichtigeren Themen, als sich über das Ausbleiben des nächtlichen Glockengebimmels von drei Türmen zu mokieren und die Verwaltung mit der Beantwortung ihrer Einfachen Anfragen zu beschäftigen?

Auch wenn neu die städtischen Glocken in der Nacht schweigen, werden wir Altstadtbewohner weiter jede Nacht von mindestens einem halben Dutzend Kirchenglocken zugebimmelt, allein achtmal stündlich vom Kloster.

Für den Wohlfühleffekt einiger weniger Nostalgiker ist also bis auf weiteres gesorgt.

Die Feststellung im Tagblatt «Unmutsbekundungen gab's bereits in Leserbriefen» muss relativiert werden: Es gab drei negative Reaktionen (neben einer positiven), was bei dem Thema wenig ist. Eine davon war von Stadtparlamentarier Würmli selber.

Der Verweis, wonach «das Geläut seit Jahrhunderten zum Klosterviertel gehört», ist beliebig: Auch Hexenverbrennung ist eine alte christliche Tradition.

In rund einem Monat wird die Katholische Administration wieder die Klosterglocken abstellen, und zwar Tag und Nacht, damit Besucher der Festspiele nicht vom Gebimmel gestört werden. Werden sich die beiden Stadtparlamentarier beschweren? Werden sie es überhaupt merken?

Ich möchte mich bei der Stadt ganz herzlich bedanken, dass sie das nervtötende Globus-Glöcklein völlig unbürokratisch von 19 bis 7 Uhr schweigen lässt.

Felix Mätzler Gallusstrasse 18, 9000 St. Gallen

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