Nein zur ungehinderten Spekulation in der Kernzone von Steinach

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Der Gemeinderat Steinach legt der Bürgerversammlung von heute eine Änderung des genehmigten Tauschvertrags Zentrum vor. Mitnichten ist der Tauschvertrag genehmigt! Im Gegenteil, anlässlich der Bürger­versammlung 2014 wurde der Gemeinde Steinach die Möglichkeit geboten, ihre Vision einer Zentrumsgestaltung anhand zu nehmen. Die wichtigste Auflage für eine Zustimmung war, dass dies zeitnah, mit andern Worten bis Ende 2017, geschieht und bis dann eine rechtskräftige Baubewilligung vorliegen muss. Der Gedanke dahinter war und ist entscheidend. Es darf nicht sein, dass im ältesten Dorfkern von Steinach, der Kernzone 1, eine Spekulationswüste entsteht, ohne dass ein für alle annehmbares Projekt verwirklicht werden kann. Die Vertragspartner haben noch bis Ende Jahr Zeit, eine Lösung zu finden. Und sonst gilt der Tauschvertrag als nicht zustande gekommen und somit nichtig.

Nun aber erstellt der Gemeinderat ein eigenes Gutachten mit dem kaum überraschenden Ergebnis, dass ausgerechnet der Artikel mit den wichtigsten Vorbedingungen ersatzlos aus dem Tauschvertrag gestrichen werden soll. Dass der Investor mit der Vertragsänderung einverstanden ist, versteht sich von selbst. Es wäre ein Freipass zur Spekulation. Was, wenn die AGSW das Projekt aufgrund der offensichtlich begründeten Einsprachen sistiert und an einen nächsten Investor mit Gewinn verkauft? Die Baubrache bleibt Brache. Dies dürfen wir nicht zulassen. Es geht nicht an, kurz vor Schluss die Spielregeln zu ändern und auf Sieg zu spielen, als hätte es diese Verpflichtungen nie gegeben. Und dies nur, weil in diesem sensiblen Ortsbereich der grösstmögliche Profit erzielt werden soll, ohne Rücksicht auf die Geschichte der Gemeinde und Bedürfnisse der Anwohner. Diese wohnen teils seit Generationen dort und haben im Interesse des Erhalts der Kernzone viel Geld für Renovationen und Gestaltung ausgegeben. Stimmen Sie Nein zu diesem Antrag.

Markus Stadelmann, Gallusstrasse 9, 9323 Steinach