Nein schadet der Heimat

«Betr. Abstimmung über Unternehmenssteuerreform III»

Willy Gerber
Drucken
Teilen

Ein Nein zur Unternehmenssteuerreform bedeutet selbstverursachte Schwächung des einem harten, globalen Wettbewerb ausgesetzten Wirtschaftstandortes Schweiz. Ein Nein bedeutet unnötigen Verlust von Arbeitsplätzen, Steuersubstrat und Sozialversicherungsbeiträgen. Ein Nein bedeutet die Weiterführung der steuerlichen Ungleichbehandlung der Unternehmungen. Ein Nein bedeutet zusätzliche Unsicherheiten und Gift für die unternehmerischen Entscheidungsprozesse. Und ein Nein verhindert nicht zuletzt die nötigen Mittel für Forschung, Entwicklung, Innovationen und Investitionen zur Bewältigung der bevorstehenden Industrierevolution 4.0. Wer jedoch unseren Wohlstand und unsere Zukunft nicht leichtfertig aufs Spiel setzen will, wird deshalb am 12. Februar verantwortungsbewusst für die unumgängliche USR III ein Ja in die Urne legen!

Willy Gerber

Untermäderstrasse 20, Balgach

Steuerreform ist ungerecht

Auf Druck des Auslandes muss die Schweiz die unfairen Steuerprivilegien für internationale Konzerne und Holdings abschaffen und sie gleich wie Schweizer Firmen besteuern. Damit es den Internationalen aber nicht allzu weh tut, schafft man Patent- und andere Boxen und senkt gleich noch Gewinnsteuersätze für alle inländischen Unternehmungen. Die Aktionäre von Nestlé, Novartis, Implenia, Ems-Chemie, Grossbanken und aller weiteren Firmen freut’s. Bund, Kantone und Gemeinden verlieren dadurch bedeutende Einnahmen. Es werden weitere rigide Sparmassnahmen und Steuererhöhungen für die Arbeitnehmer folgen.

Obwohl das Ausmass der Ausfälle von Experten nicht einmal annähernd geschätzt werden kann, drohen Wirtschaftsverbände und deren folgsame Politikerinnen und Politiker mit Horrorszenarien und streuen irreführende Zahlen aus. Wenn überhaupt, wird es kaum zu dramatischen Abwanderungen kommen. Die Schweiz hat ausser tiefen Steuern noch weitere, ebenso wichtige Standortvorteile zu bieten.

Daher stimme ich am 12. Februar Nein zur ungerechten Unternehmenssteuerreform III.

Sepp Kaufmann Brunnenstrasse 21, Buchs

Ja zur Steuerreform

Am 12. Februar stimmen wir über die Unternehmenssteuerreform III ab. Bei dieser Vorlage geht es darum, dass Steuerprivilegien für sogenannte Statusgesellschaften abgeschafft werden. Schweizweit sind davon rund 24000 Unternehmen betroffen, die mehr als 150000 Arbeitnehmende beschäftigen. Die Abschaffung dieser Sonderprivilegien wird durch einen Katalog verschiedener Massnahmen abgefedert. Aus diesem Massnahmenkatalog kann der Kanton St. Gallen sodann diejenigen Instrumente auswählen, die seiner Struktur am besten entsprechen. Dadurch bleibt unser sehr exportorientierter Kanton im internationalen Umfeld weiterhin attraktiv für Unternehmen. Diese Vorlage ist also ein sehr sorgfältig ausgearbeiteter Kompromiss, mit dem alle gewinnen: Haben doch alle bisherigen Steuerreformen mehr Geld in die Kassen von Bund, Kantonen und Gemeinden gespült. Für mich ist deshalb klar, dass ich am 12. Februar Ja zur Unternehmenssteuerreform III stimme.

Robert Raths

Gemeindepräsident Thal,

Kantonsrat FDP, Risegg 28, Staad

Ja sichert Steuereinnahmen

Am 12. Februar gelangt die Unternehmenssteuerreform III zur Abstimmung.

Die OECD akzeptiert die heutigen Sondersteuerregelungen für Statusgesellschaften und Holdings in den Kantonen nicht mehr. Ohne Anpassung der Regelung käme die Schweiz auf schwarze Listen und müsste mit Strafmassnahmen rechnen. Damit es deswegen nicht zu massiven Abwanderungsbewegungen kommt, haben Bundesrat und Parlament einen gut austarierten Kompromiss ausgearbeitet. Die erwähnten Massnahmen stärken die Wirtschaft als Ganzes, führen sie doch zu einer weiterhin hohen Standortattraktivität. Eine starke und wettbewerbsfähige Wirtschaft ist für die Schweiz von zentraler Bedeutung. Und davon profitieren alle: Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, der Mittelstand und letztlich alle Bereiche unseres Gemeinwesens. Diese Steuereinnahmen brauchen wir für unsere Schulen, unsere Sozialwerke, die Sicherheit und auch für eine starke Landwirtschaft. Für mich ist deshalb klar, wie ich am 12. Februar stimme: Ich sage aus Überzeugung Ja zur Steuerreform.

Peter Nüesch, Landwirt, Präsident St. Galler Bauernverband, Widnau

Erleichterte Einbürgerung

In ihren Argumentationen für eine erleichterte Einbürgerung hat Bundesrätin Simonetta Sommaruga oft das neue Bürgerrechtsgesetz erwähnt, das am 1. Januar 2018 in Kraft tritt.

Wenn dieses neue Gesetz wirklich gut ist, wieso muss dann bereits vor Inkrafttreten wieder abgestimmt werden und wieso wurde die erleichterte Einbürgerung nicht gleich ins Gesetz aufgenommen?

Markus Wüst

Rietliweg 14, Oberriet