Nationalfonds verärgert Geisteswissenschaften

ST.GALLEN. Wissenschaftliche Publikationen sollen möglichst ohne Zeitverzögerung weltweit und kostenlos zugänglich sein: Dieses Ziel verfolgt der Schweizerische Nationalfonds. Er passt auf Anfang Juli die Förderung von Publikationen an. Es werden künftig nur noch Buchpublikationen unterstützt, die digital oder Open Access erscheinen.

Regula Weik
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Digitale Publikationen werden vom Nationalfonds unterstützt. (Bild: fotolia)

Digitale Publikationen werden vom Nationalfonds unterstützt. (Bild: fotolia)

Die neue Praxis des Nationalfonds verärgert die Sozial- und Geisteswissenschaften. Sie würden damit «faktisch von der Forschungsförderung ausgeschlossen», sagt Ulrike Landfester, Prorektorin der Universität St.Gallen. Denn es würden keine Projekte mehr gefördert, die auf eine Buchpublikation abzielten.

Die akademischen Verlage in der Schweiz haben am Wochenende eine Petition lanciert. Sie appellieren an den Nationalfonds, «seine neue Politik» der Publikationsförderung auszusetzen.

Mehr zum Thema in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper vom 7. Mai.

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