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Natalie Bärtschi will hoch hinaus

Sportkletterin Natalie Bärtschi hat in den vergangenen Jahren die Konkurrenz in ihren Alterskategorien dominiert. Die nächsten Ziele der 15jährigen Andwilerin sind gute Resultate im Europacup und an der Junioren-WM.
Jan Miara
Das Ziel vor Augen: Die Sportkletterin Natalie Bärtschi sucht nach dem nächsten Griff. (Bild: Peter Huser)

Das Ziel vor Augen: Die Sportkletterin Natalie Bärtschi sucht nach dem nächsten Griff. (Bild: Peter Huser)

Sportklettern. Dass Natalie Bärtschi einen Erfolg an den anderen reiht, verwundert nicht. Mit elf Jahren bestritt sie ihren ersten Kletterwettkampf und wurde auf Anhieb Zweite. «Nach diesem Anlass wurde ich vom Trainer des Regionalkaders Ostschweiz gefragt, ob ich mich dem Team anschliessen wolle», sagt Bärtschi. Von diesem Moment an intensivierte sie die Trainingsstunden. Aus dem Hobby wurde ein Leistungssport.

Angefangen zu klettern hat die Schülerin des Kunst- und Sportgymnasiums in Zürich bereits mit sieben Jahren. «Mein Vater war zu jener Zeit in Amerika beruflich engagiert. Darum lebten wir für ein Jahr in den USA», sagt die ehrgeizige Andwilerin und fügt an: «Als wir den Mount-Shasta-Nationalpark in Kalifornien besuchten, gab es auch einen Kletterturm. Dort erlebte ich erstmals, wie schön das Klettern ist.

» Kaum war die Familie in die Schweiz zurückgekehrt, schloss sich die Ostschweizerin einem Verein an.

Nationale Spitze

Seit rund zwei Jahren gehört Bärtschi dem Schweizer Junioren-Nationalkader von Swiss Climbing an. In ihrer Alterskategorie ist sie landesweit eine der Besten, was sie mit zahlreichen Schweizer Meistertiteln in verschiedenen Disziplinen und dem Gewinn der Youth-Climbing-Cup-Serie im vergangenen Jahr unter Beweis gestellt hat. Mittlerweile trainiert sie zwischen 10 und 15 Stunden pro Woche.

Hinzu kommen noch die Trainingswochenenden und Zusammenzüge mit dem Nationalteam. Bleibt nur noch die Frage nach dem Warum? Denn im Sportklettern gibt es nur sehr wenige Athleten, die damit auch ihren Lebensunterhalt finanzieren. «Mich fasziniert die Herausforderung, immer schwerere Züge an noch schlechteren – nicht zwingend kleinen – Griffen zu versuchen und dabei mit dem Körper im Einklang zu sein.

Es verlangt die richtige Kombination von Körperspannung, Kraft, Konzentration und Gleichgewicht», sagt die U16-Schweizer-Meisterin und fügt an: «Wenn mir schliesslich der Durchstieg einer schweren Route gelingt, ist es immer wieder ein überwältigendes Gefühl.»

Auch wenn sie die Möglichkeit hätte, mit dem Sportklettern Geld zu verdienen, will Bärtschi später lieber einen «normalen» Beruf ausüben.

«Da es momentan noch eine Randsportart ist, muss man sich konstant an der Weltspitze etablieren, und auch dann lässt sich eher bescheiden davon leben.» Nach der Matura will Bärtschi voraussichtlich studieren. Die Ostschweizerin weiss aber noch nicht, in welche Richtung sie sich orientieren wird. «Zurzeit würde mich Physiotherapeutin oder Ernährungsberaterin im Spitzensport interessieren. Das kann jedoch morgen bereits wieder etwas anderes sein», sagt Bärtschi und lacht.

«Lasse mich überraschen»

Vorerst will die 15-Jährige einen guten Maturaabschluss erreichen, und auch sportlich hat sich die talentierte Sportkletterin viel vorgenommen. Im Europacup will sich Bärtschi in den kommenden vier Jahren unter den besten zehn etablieren, und an der Junioren-WM strebt sie Rangierungen unter den ersten 20 an. «Bis dann habe ich die Matura abgeschlossen und werde vom Nachwuchs in die Elite wechseln. Ich lasse mich einmal überraschen, was danach auf mich zukommt», sagt die Andwilerin.

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