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Nahtloser Übergang zu Peter Jans

Mit der Schlüsselübergabe von seinem Vorgänger Fredy Brunner hat Peter Jans gestern sein neues Amt als Stadtrat und Direktor der Technischen Betriebe angetreten. Er will die aufgegleisten Projekte zielgerichtet weiterverfolgen.
Beda Hanimann
Zurücktreten ins Glied für Fredy Brunner (links), seit gestern ist Peter Jans der Hausherr an der St. Leonhard-Strasse 15. (Bild: Ralph Ribi)

Zurücktreten ins Glied für Fredy Brunner (links), seit gestern ist Peter Jans der Hausherr an der St. Leonhard-Strasse 15. (Bild: Ralph Ribi)

Das historische Ereignis der jüngeren Stadtgeschichte geschah gestern morgen um 11.20 Uhr. «Jetzt habe ich nichts mehr zu sagen», bemerkte alt Stadtrat Fredy Brunner im Büro an der St. Leonhardstrasse 15, von wo aus er zehn Jahre die Geschicke der Technischen Betriebe geleitet hatte. Zuvor hatte er seinem Nachfolger Peter Jans den Schlüsselbund überreicht und sich vor den Medien nochmals bei den St. Gallerinnen und St. Gallern bedankt, dass man ihn habe sein lassen, wie er sei. «Ich habe gelernt, dass man bei der Arbeit im Team Freiheit und Raum braucht. Das wünsche ich auch meinem Nachfolger», sagte Brunner.

Projekte weiterverfolgen

Da war der Nachfolger, Rechtsanwalt und Kreisgerichtspräsident Peter Jans, bereits gut drei Stunden im Amt als Stadtrat und Direktor der Technischen Betriebe. Er sei von seinem Vorgänger in den letzten Monaten sorgfältig in die neue Aufgabe eingeführt worden, sagte Jans. Das sei nicht selbstverständlich, beweise aber, wie sehr es Fredy Brunner immer um die Sache gegangen sei. «Es war für ihn wichtig, dass aufgegleiste Projekte kontinuierlich weiterverfolgt werden können.»

Als Beispiele nannte Jans das Anliegen einer Grünabfuhr, die Fertigstellung und optimale Nutzung des Glasfasernetzes sowie – «als Highlight aus meiner Sicht» – die Umsetzung und Weiterentwicklung des Energiekonzepts 2050. «Ich hoffe, dass wir so gut vorwärts kommen wie von der Bevölkerung erwartet. Noch schöner wäre es, wenn es schneller ginge», sagte Jans. Ein weiteres wichtiges Anliegen sind ihm Grundlagen für eine stadtgerechte Mobilität.

Hohes Niveau des Service public

Die Stadt St. Gallen habe einen Service public auf sehr hohem Niveau, sagte Jans weiter. «Das Wasser kommt, der Strom kommt, der Abfall geht: Das nimmt man gern als Selbstverständlichkeit.» Dass Versorgung, Entsorgung und öffentlicher Verkehr aber tadellos funktionierten, sei den rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Technischen Betriebe zu verdanken, das wolle er aus Anlass seines Amtsantritts gerne einmal würdigen. «Ich habe bei ersten persönlichen Begegnungen viele motivierte und gut informierte Menschen angetroffen.»

Die Amtsübergabe verlief nicht nur für die Technischen Betriebe, sondern auch für Jans persönlich nahtlos. Am Dienstag abend habe er um zwanzig vor sechs sein Büro am Bohl verlassen, um acht Uhr gestern morgen war Arbeitsbeginn an der St. Leonhardstrasse. Es sei ein spezielles Gefühl gewesen, nachdem er zuvor kaum Zeit gehabt habe, sich emotional auf die neue Aufgabe einzustellen.

Stärker im Rampenlicht

«Es wartet eine grosse Arbeit, und ich freue mich sehr», sagte Jans. Er habe Respekt vor der grossen Verantwortung und den vielen Erwartungen, die «wahrscheinlich teilweise unerfüllbar» seien. Sein neues Amt als Direktor der Technischen Betriebe und Mitglied der Stadtregierung werde viele Gespräche mit sich bringen, intern und extern, und er werde viel stärker im Rampenlicht stehen als in seiner früheren Tätigkeit. Die erste Medienkonferenz am ersten Arbeitstag bestätigte das bereits.

Dass die Fassade der Technischen Betriebe derzeit eingerüstet und der Blick des Chefs nach aussen verstellt ist, soll kein schlechtes Omen sein. Ein schöner Teil der Arbeit wird sich ohnehin nicht im Büro abspielen, sondern auf einer der vielen Baustellen – was bei diesem Tätigkeitsfeld auch im direkten Sinn zu verstehen ist. «Ich weiss, dass ich auch mal mit Helm und schweren Schuhen zur Arbeit gehen werde», sagte Jans.

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