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NACHWUCHS: Pfadi-Schnuppertag in St.Gallen: Grossandrang bei der Jagd auf Räuber Stoppelbart

Am Samstag fand der vierte nationale Pfadi-Schnuppertag statt. Schweizweit beteiligten sich daran rund 350 Pfadi-Gruppen in 19 Kantonen. Im Kanton St.Gallen etwa boten 38 von 46 Gruppen ein Schnupperprogramm für Kinder ab vier Jahren an. In den Wäldern rund um St.Georgen bei St.Gallen verfolgten über 140 Kinder Räuber Stoppelbart.
Reto Voneschen

Es ist neblig-kalt und feucht im Berneggwald. Die Waldwege sind stellenweise schlammig. Das stört die drei Dutzend Buben im Alter von sechs bis zehn Jahren allerdings nicht gross. Sie bauen gruppenweise zusammen mit Leitern der Pfadi Helveter Fallen, um den Räuber zu fangen, der in St.Georgen Schmuck, Geld und andere Gegenstände gestohlen hat.

Bild: Michel Canonica
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19 Bilder

Schnuppertag bei der Pfadi in St.Gallen



Sherlock Holmes höchstpersönlich hatte sich anderthalb Stunden zuvor auf dem Pausenplatz des Hebel-Schulhauses auf die Spur des Halunken gesetzt. Die über 140 kleinen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Schnuppertags der Pfadi-Abteilung Helveter unterstützen ihn dabei. Aufgeteilt in Altersgruppen geht es für sie in erster Linie darum, die Beute des Räubers zu suchen und aufzuspüren.

Pfadi-Angebote praktisch erleben

Der nationale Pfadi-Schnuppertag fand in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Dabei stellen Pfadi-Abteilungen Kindern und Jugendlichen aus ihrem jeweiligen Einzugsbereich ihre Angebote vor und demonstrieren praktisch typische Pfadi-Aktivitäten. Entstanden sei der Tag aus der Erkenntnis heraus, dass sich mit Worten und Flugblättern allein das heute sehr vielfältige Angebot der Pfadi nicht beschreiben lasse, sagt Melanie Widmer, Ressortleiterin Kommunikation der Pfadi St.Gallen-Appenzell, beim Augenschein in St.Georgen.

Bei den Aktivitäten der Pfadi gehe es heute auf allen Altersstufen darum, in der Gruppe etwas «Lässiges», beispielsweise ein Abenteuer im Wald, zu erleben. Viele Kinder genössen es dabei auch, Dinge zu tun, die man im normalen Alltag nicht mehr so häufig tue. Und in höheren Altersstufen werde auch Wissen vermittelt, sagt Widmer. Dazu kann das richtige Aufbauen eines Lagerfeuers genau so gehören wie Morsen oder das Bauen von aussergewöhnlichen Zeltkonstruktionen.

Aktivitäten in der Natur

Die Pfadi sind heute wieder im Aufwind. Im Kanton Zürich etwa verzeichnen sie gemäss Melanie Widmer massiven Zulauf. Und auch im Kanton St.Gallen nimmt die Zahl der Aktiven wieder langsam zu. Ein Anzeichen dafür war am Samstag der Andrang zum Schnuppertag der Pfadi Helveter in St.Georgen: Hier erlebten über 140 Kinder einen Nachmittag im Wald. Darunter waren 55 Neue.

Dass die Pfadi Zulauf haben, hänge wohl auch mit einem Umdenken zusammen, vermutet Melanie Widmer. Viele Leute ziehe es heute wieder vermehrt in die Natur. Viele Eltern schätzten die Naturerlebnisse, die ihre Kinder in der Pfadi machen könnten. Schweizweit gehören der Pfadi-Bewegung heute 45'615 Mitglieder in 22 kantonalen Verbänden und 550 lokalen Gruppen an.

Marshmallows als Belohnung

Und die Gruppe der Sechs- bis Zehnjährigen im Berneggwald bei St.Georgen? Den Räuber Stoppelbart haben sie am Samstagnachmittag in ihren Fallen nicht gefangen. Dafür war der wohl zu clever. Aufgrund der Hinweise eines alten Mannes stiessen die Nachwuchspfader aber auf ein Versteck des Halunken. Darin fand sich ein Geldbeutel und - praktischerweise - gleich auch der Zvieri: eine grosse Ladung Marshmallows für den erfolgreichen Suchtrupp. Das klebrige Zuckerzeug wurde vor dem Verzehr natürlich an einem Lagerfeuer geröstet.

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