Nachträglich mehr Geld für Wasserleitungen

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Zusatzkredit Die Leitungssanierungen in der Wasserversorgung von 2009 bis 2012 haben die budgetierten Kosten um rund einen Viertel überschritten. Deshalb beantragt der Stadtrat dem Parlament nun, zusätzlich zum damals gesprochenen Rahmenkredit von 12,2 Millionen Franken nachträglich einen weiteren Kredit in der Höhe von rund 2,4 Millionen Franken zu erteilen. Damit soll die Kostenüberschreitung kompensiert werden. Dass die Sanierungen in dieser Zeitspanne teurer waren als angenommen, begründet der Stadtrat in seinem Antrag detailliert.

Deutlich mehr saniert als angenommen

Einerseits sei es bei verschiedenen Teilprojekten, darunter der Sanierung der Wasserleitungen an der Rorschacher Strasse und in der südlichen Altstadt, zu «Projektverlängerungen wegen Einflüssen durch Dritte» gekommen. Diese hätten zu höheren Tiefbau- und Instandstellungskosten geführt. Von insgesamt 75 Teilprojekten wiesen 64 eine Überschreitung der Kosten auf, 11 Projekte fielen günstiger aus als geplant. Andererseits seien mehr Leitungskilometer saniert worden als ursprünglich veranschlagt. Pro Jahr habe man rund 4,5 Kilometer Leitungen erneuert, budgetiert waren rund 3,6.

Es ist nicht das erste Mal, dass für die Wasserleitungssanierungen ein Zusatzkredit zum Rahmenkredit gesprochen werden muss. Allein in der Legislatur­periode 2013–2016 war dies zweimal der Fall. Vergangenen Sommer hat das Parlament deshalb einen Rahmenkredit in der Höhe von 10,6 Millionen nur für die Jahre 2017 und 2018 gesprochen. Das Parlament entscheidet voraussichtlich kommenden Dienstag über die Vorlage. (ghi)