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Nachsitzen für Schulhausprojekt

Um die Sanierung des Riethüsli-Primarschulhauses war es plötzlich ruhig geworden. Nun ist der Grund bekannt: Es soll nicht renoviert werden, sondern ein neues Schulhaus entstehen. Das brächte bei gleichen Kosten mehr Vorteile.
Fredi Kurth
Das Primarschulhaus Riethüsli an der Gerhardtstrasse. Der Neubau soll einheitlicher werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Das Primarschulhaus Riethüsli an der Gerhardtstrasse. Der Neubau soll einheitlicher werden. (Bild: Hanspeter Schiess)

Die Kosten für die Sanierung des Primarschulhauses im Riethüsli wurden auf 26 Millionen Franken hochgerechnet. Das lag weit über den ursprünglichen Erwartungen. Man ging deshalb nochmals über die Bücher. Das Ergebnis ist, dass der Stadtrat nun einen Neubau zu ungefähr gleichem Preis ins Auge fasst. Zu diesem Zweck muss das Stadtparlament 470 000 Franken für einen weiteren Projektwettbewerb bewilligen.

Tolles Projekt, nur sehr teuer

Im Grund war schon alles aufgegleist: Nach diversen andern Schulhäusern in der Stadt sollte auch das Riethüsli mit seinem in die Jahre gekommenen Primarschulhaus zum Handkuss kommen. Das mit dem Vorprojekt beauftragte Architekturbüro Schneider & Gmür präsentierte dann auch einen Sanierungsvorschlag, der allgemein zufriedenstellte.

Umso mehr, als die architektonischen und städtebaulichen Qualitäten der zwischen 1966 und 1981 erstellten Schulanlage an der Gerhardtstrasse 12 bewahrt werden konnten. Nur: Der geschätzte Kostenaufwand von 26 Millionen Franken übertraf die Erwartungen aller am Projekt Beteiligten.

Mehrkosten durch Reformen

Die Gründe sind gemäss Vorlage des Stadtrates vielfältig: Zum einen sind die Baukosten gestiegen, um 20 bis 25 Prozent, wie für Hochbauten allgemein üblich.

Die Anforderungen an die Sicherheit sind verschärft worden: bei Brandschutz, Erdbebensicherheit und Tragfähigkeit, ebenso hinsichtlich Minergie-Standard. Auf der andern Seite hat auch die Schule ihre Ansprüche mit verschiedenen Reformen erhöht: Seit 2008 wird mehr Raum verlangt, ausgedrückt in Einheiten pro Schulklasse. Diese stiegen bei einer Schule mit zwölf Klassen von 2,1 auf 2,4 Raumeinheit pro Klasse.

Dadurch vermehrt sich der Raumbedarf um 200 Quadratmeter, was Mehrkosten von zwei bis drei Millionen Franken ausmacht.

Die Planergemeinschaft arbeitete deshalb eine Machbarkeitsstudie für einen Neubau aus. Das Ergebnis: Ein solcher käme nicht teurer zu stehen als die Sanierung, aber er brächte diverse Vorteile.

Schulanlage kompakter

Unter anderem würde ein neues Schulhaus am gleichen Standort weniger Energie verbrauchen als bei einer Sanierung. Die Anlage würde auf weniger und kompaktere Gebäude verteilt.

Die Raumanordnung könnte optimal erfolgen. Die Baukonstruktion könnte bereits im Hinblick auf zukünftige Anpassungen erstellt werden. Die Anlage würde besser an das Quartier und die Teufener Strasse angebunden.

Bei der Sanierungsvariante hingegen bliebe der komplizierte und unflexible Grundriss der Anlage bestehen, der Schulbetrieb würde weiterhin auf zwei Schulhäuser und zwei Turnhallen verteilt, wovon die eine zu klein ist.

Das neue Primarschulhaus soll für zwölf Primarklassen und einen Kindergarten ausgelegt werden und einen Mittagstisch anbieten. Der Schulbetrieb soll während der Bauzeit bei gewissen Einschränkungen ohne Provisorien auskommen. Der Stadtrat rechnet, dass sich am Projektwettbewerb rund 50 Büros beteiligen werden. Vorausgesetzt, das Stadtparlament bewilligt die Kosten von 470 000 Franken.

Die Evaluation dürfte dann ungefähr ein Jahr dauern, worauf das Stadtparlament über den Projektierungskredit zu befinden hat. Über den Neubau selber kann das Volk circa 2013 abstimmen. Baubeginn ist gemäss Vorlage frühestens 2014.

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