Nachhaltige Verkehrsplanung und Integration

Christian Huber kandidiert zum ersten Mal für das Stadtparlament. Den Jungen Grünen gehört er erst seit einigen Monaten an. «Ich wurde im Hinblick auf die anstehenden Wahlen angefragt, ob ich beitreten möchte», sagt Huber.

Elisabeth Reisp
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Bild: Elisabeth Reisp

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Christian Huber kandidiert zum ersten Mal für das Stadtparlament. Den Jungen Grünen gehört er erst seit einigen Monaten an. «Ich wurde im Hinblick auf die anstehenden Wahlen angefragt, ob ich beitreten möchte», sagt Huber. Ein reiner Listenfüller ist der auf Listenplatz acht ins Rennen Startende aber nicht. Er beschäftigt sich seit langem mit politischen Themen.

Politisch ordnet er sich im linken Flügel der Grünen ein. «Die Themen und Interessen der Grünen und der SP sind eng verknüpft. Der Zusammenhalt der linken Parteien ist sehr wichtig, Grabenkämpfe sind deshalb zwingend zu vermeiden», sagt Huber.

Der 27-Jährige hat Geographie und Geschichte studiert. In seiner Band spielt der Hobbymusiker E-Piano und an den Wochenenden verfolgt er die Spiele des FC St. Gallen. Stadtentwicklung und Verkehr sind ihm ein grosses Anliegen. Der Grüne besitzt zwar einen Führerausweis, ist aber in der Stadt mit dem Velo unterwegs. Daher kennt er auch die hiesige Situation für die Velofahrer bestens und hat daraus zwei klare Erkenntnisse gewonnen: «Erstens: Auch wenn man uns immer wieder das Gegenteil weismachen will, ist St. Gallen eine Velostadt – trotz der Hügel. Und zweitens: Es gibt vor allem in der Innenstadt einige sehr gefährliche Stellen für Velos – diese müssen entschärft werden.»

Mit dem Reizwort Nachhaltigkeit geht Huber sparsam um. «Zu viele beanspruchen mittlerweile den Begriff <Nachhaltigkeit> für sich», sagt er. In der Verkehrspolitik sei eine nachhaltige Planung aber wichtig. In St. Gallen weiche man davon ab, wenn man wie in der 1960er-Jahren einen Autobahnzubringer mitten in der Stadt bauen wolle.

Ein Thema, das ihn stark beschäftigt, ist die politische Partizipation von Ausländern, respektive das Fehlen derselben. «Zumindest auf lokaler Ebene müssen auch Menschen ohne Schweizer Staatsbürgerschaft abstimmen können.» Was ihn daran besonders stört: Das Thema werde nicht einmal angestossen, und wenn, dann nur ganz sanft. So, dass es kaum Wellen werfe. «Es kommt mir vor, als wolle sich keiner daran die Finger verbrennen», sagt Huber. «Es sollte wenigstens mal wieder darüber diskutiert werden.»

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