NACHGEFRAGT: «Wissen, woher die Ware kommt»

ST.GALLEN. Wöchentlich ein Korb mit frischen Produkten direkt vom Hof geliefert: Das ist die Idee des Projektes Vertragslandwirtschaft einer Gruppe politisch engagierter Mitglieder von jungen Grünen und Juso.

Merken
Drucken
Teilen
Debora Buess Mitinitiantin Vertragslandwirtschaftsprojekt (Bild: Quelle)

Debora Buess Mitinitiantin Vertragslandwirtschaftsprojekt (Bild: Quelle)

«Wissen, woher die Ware kommt»

Wöchentlich ein Korb mit frischen Produkten direkt vom Hof geliefert: Das ist die Idee des Projektes Vertragslandwirtschaft einer Gruppe politisch engagierter Mitglieder von jungen Grünen und Juso. Debora Buess sagt, wie weit das Vorhaben gediehen ist und ab wann die Körbe gefüllt werden sollen.

Wo steht die Aktion mit den «Gemüse-Abos»?

Wir haben mit Konsumenten und Bauern gesprochen und gründen nun einen Verein. Aus den interessierten regionalen Biobauernhöfen wählen wir etwa vier aus. Auch sind wir auf der Suche nach geeigneten Depotstellen und Interessierten, die mitarbeiten wollen.

Welcher Sinn steckt dahinter?

Konsumenten sollen jede Woche einen Korb voll saisonales und regionales Gemüse angeboten bekommen. Gleichzeitig erhalten die Bauern eine Abnahmegarantie. Das gibt den Kleinbetrieben Sicherheit. Ein Anliegen ist uns, den Kontakt zwischen Konsumenten und Produzenten zu fördern. Die Leute sollen wissen, woher sie die Ware beziehen.

Braucht es dieses Projekt nebst Bauernmarkt, ständigem Markt und Grossverteiler überhaupt?

Ja. Wir haben mit den Leuten vom Bauernmarkt gesprochen. Sie finden das eine super Idee und unterstützen uns. Beim Bauernmarkt gilt keine Abnahmegarantie. Wir setzen nur auf Biokleinbauern. So ergänzen wir uns optimal. Ausserdem spricht das Projekt eine grössere Zielgruppe an.

Wann startet das Projekt?

Wir möchten im nächsten Frühling damit starten. Die Leute können sich jetzt schon per E-Mail unter vertragslandwirtschaft-sg@ gmx. ch anmelden.

Was kommt in die Körbe?

Verschiedene Gemüse- und Früchtesorten. Weitere Optionen wären Brot, Getreide und verarbeitete Produkte wie Konfitüre und Sirup. Das müssen wir mit den Bauern aber noch genau absprechen. (jag)