NACHGEFRAGT

Grippeepidemie erreicht Ostschweiz Bis vor wenigen Tagen schien die Grippeepidemie noch in weiter Ferne. Nun hat die Grippewelle in der Ostschweiz die Schwelle zur Epidemie überschritten. Der St. Galler Kantonsarzt Markus Betschart rät zur Grippeimpfung in letzter Sekunde.

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Markus Betschart Kantonsarzt St. Gallen (Bild: Quelle)

Markus Betschart Kantonsarzt St. Gallen (Bild: Quelle)

Grippeepidemie erreicht Ostschweiz

Bis vor wenigen Tagen schien die Grippeepidemie noch in weiter Ferne. Nun hat die Grippewelle in der Ostschweiz die Schwelle zur Epidemie überschritten. Der St. Galler Kantonsarzt Markus Betschart rät zur Grippeimpfung in letzter Sekunde.

Wie hoch ist die Zahl gemeldeter Grippefälle aktuell?

Genaue Zahlen liegen mir noch nicht vor, und die Statistik des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) hinkt der Realität immer ein wenig hinterher. Ich gehe aber davon aus, dass die Anzahl Grippefälle in der Ostschweiz die Schwelle zur Epidemie unterdessen überschritten hat.

Ab wann wird von einer Epidemie gesprochen?

Diese liegt vor, wenn die Zahl der grippebedingten Arztkonsultationen pro 100 000 Einwohner über 69 Grippefällen liegt.

Ist es für die Grippeimpfung bereits zu spät?

Nein. Ich erwarte den Höhepunkt der Grippeepidemie erst in zwei bis drei Wochen. Wer sich jetzt noch impfen lässt, hat gute Chancen, von der Grippe verschont zu bleiben. Es ist aber jetzt sicher die letzte Gelegenheit.

Wer sollte sich impfen lassen?

Impfen lassen sollten sich Personen mit einem erhöhten Komplikationsrisiko bei einer Grippeerkrankung. Das sind beispielsweise Personen ab 65 Jahren, solche mit chronischen Erkrankungen und Schwangere ab der 14. Schwangerschaftswoche. Ein Muss ist es zudem für alle Personen, welche im Gesundheitswesen tätig sind und Kontakt zu immunschwachen Menschen haben. Bei allen anderen liegt es in ihrer Eigenverantwortung, ob sie den Winter mit oder ohne Grippe überstehen möchten. (nil)

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