NACHGEFRAGT

«Ich geniesse die freien Weekends» Die St. Galler Fussball-Legende Marc Zellweger erhält am kommenden Montag eine besondere Auszeichnung. Der ehemalige Verteidiger von Brühl, St. Gallen und Wil wird anlässlich des St. Galler Sport-Preises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet.

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Marc Zellweger Fussball-Legende (Bild: Quelle)

Marc Zellweger Fussball-Legende (Bild: Quelle)

«Ich geniesse die freien Weekends»

Die St. Galler Fussball-Legende Marc Zellweger erhält am kommenden Montag eine besondere Auszeichnung. Der ehemalige Verteidiger von Brühl, St. Gallen und Wil wird anlässlich des St. Galler Sport-Preises mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Zellweger beendete seine Karriere im vergangenen Jahr. Seit April leitet er ein Fitnesszentrum in Rorschach und ist zudem als Fitnesstrainer beim SC Brühl tätig.

Am Montag wird Ihnen am St. Galler Sport-Preis

der Ehrenpreis überreicht.

Was bedeutet Ihnen das?

Das ist eine schöne Wertschätzung für das, was ich gemacht habe, und natürlich eine Ehre.

Dieser Preis ist auch eine Anerkennung für Ihr fussballerisches Lebenswerk. Denken Sie heute noch oft an Ihre Zeit als Fussballer zurück?

Ich werde natürlich noch häufig darauf angesprochen. Die Leute wollen dann über Erinnerungen sprechen, über Spiele im Espenmoos zum Beispiel.

Sie sind im vergangenen Jahr endgültig zurückgetreten. Fehlt Ihnen etwas?

Nein, kein bisschen. Und als Fitnesstrainer bei Brühl bin ich ja auch ein wenig in Verbindung geblieben mit dem Fussball.

Sie haben relativ lange gespielt, bis Sie 38 Jahre alt waren. Ist es Ihnen schwer gefallen, einen Schlussstrich zu ziehen?

Am Schluss fiel mir das überhaupt nicht schwer. Als ich in St. Gallen aufgehört habe, hatte ich mit Brühl einen schönen Ausklang. Es wurde immer weniger – und im vergangenen Jahr war es dann ganz vorbei. Das hat für mich so gut gepasst.

Spielen Sie noch Fussball?

Nein, diese Zeiten sind vorbei. Das habe ich gesehen.

Sie pflegten als Spieler einen körperlichen Stil. Haben Sie heute mit Gebrechen zu kämpfen?

Zum Glück nicht. Ich kann alles machen, joggen, Krafttraining – Schmerzen habe ich nie. Ich habe gute Gene, hatte stets ein Auge auf meinen Lebenswandel. Und ich hatte wohl auch ein wenig Glück. Ich war nie ernsthaft verletzt.

Sie arbeiten derzeit als Geschäftsführer in einem Fitnesszentrum. Daneben sind Sie Fitnesstrainer bei Brühl. Kehren Sie irgendwann in dieser Funktion zum FC St. Gallen zurück?

Momentan bin ich gut aufgehoben, wo ich bin. Ich fühle mich wohl und bin zufrieden. Die Zukunft habe ich noch nie allzu sehr verplant.

Den FC St. Gallen verfolgen

Sie aber noch?

Natürlich, sehr sogar. Ich richte aber mein Leben nicht nach den Spielen aus. Zuletzt war ich gegen Wolfsburg vor Ort mit dabei. Es ist nicht so, dass ich für jede Partie ins Stadion renne. Ich geniesse die Weekends jetzt mehr als früher, als ich noch Profi war. Ich kann Dinge machen, die vorher nicht möglich waren. (dow)