NACHGEFRAGT

Happy End für Jahrhundertvorlage Kurz vor Ende seiner laufenden Amtsdauer hat das Parlament am Dienstag den ersten Stadtsanktgaller Richtplan verabschiedet.

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Happy End für Jahrhundertvorlage

Kurz vor Ende seiner laufenden Amtsdauer hat das Parlament am Dienstag den ersten Stadtsanktgaller Richtplan verabschiedet. Baudirektorin Elisabeth Beéry, die Ende Monat aus dem Stadtrat zurücktritt, sagt im Gespräch, wie sie den Prozess zur Schaffung dieses Grundlagenpapiers erlebt hat.

Wie fühlt man sich als Stadträtin, nachdem das Stadtparlament die Jahrhundertvorlage Richtplan gutgeheissen hat?

Der Richtplan hat mich durch zwölf Amtsjahre in der Stadtregierung begleitet. Ich war dabei, als erste Überlegungen dafür angestellt wurden, als Stadtrat und Parlament Eckpunkte festgelegt haben, als der Entwurf den Verbänden und Quartieren vorgestellt wurde und jetzt beim politischen Entscheidunsprozess. Der Richtplan ist so etwas wie die Klammer für meine Zeit im Stadtrat. Ich bin froh und zufrieden, dass es vor Ende der laufenden Amtszeit gelungen ist, das Geschäft zum guten Abschluss zu bringen.

Was passiert mit dem zwei Ordner umfassenden Richtplan?

Die beiden gut gefüllten Ordner waren Arbeitspapiere. Der definitive Richtplan besteht aus den Beschlüssen des Stadtparlaments und den dazugehörigen Karten. Wir sind daran, uns zu überlegen, wie wir das attraktiv, übersichtlich und kompakt publizieren können. Zum einen wird der Richtplan sicher im Internet zugänglich sein. Zum anderen ist die Idee, dass wir ihn auch in Form einer Broschüre herausgeben könnten. Über die Form ist allerdings noch nicht entschieden.

Wie wird die Bevölkerung den Richtplan im Alltag zu spüren bekommen?

Unser Richtplan geht bewusst ins Detail und bleibt nicht auf der Ebene eines Leitbildes stehen. Gewisse Stossrichtungen sind darin konkret vorgespurt. Wenn die Beschlüsse im Richtplan jetzt umgesetzt werden, wird die Bevölkerung einerseits merken, dass etwa in den vorgegebenen Gebieten Planungen in Angriff genommen werden. Eine weitere Folge des Richtplans werden konkrete Vorlagen ans Parlament, teilweise auch ans Stimmvolk sein.

Was hat Sie bei der Behandlung des Richtplans am meisten gefreut?

Gefreut hat mich, dass Kommission und Parlament auf das wichtige Grundlagenpapier eingetreten und den Grundideen, die wir im Stadtrat entwickelt haben, inhaltlich grösstenteils gefolgt sind. Das ist eine Bestätigung der grossen Arbeit für den Stadtrat wie für die beteiligten Angehörigen der Direktion Bau und Planung. (vre)

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