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Nachgefragt

Autonome Schule weitet Angebot aus Anfang Januar hat die autonome Schule «Integra – Bildung für alle» in St. Fiden ihren Betrieb aufgenommen. Auf kostenloser Basis erteilen dort Einheimische, Migranten und Flüchtlinge Unterricht in Deutsch und anderen Fächern.
Andreas Nufer Evangelischer Pfarrer

Andreas Nufer Evangelischer Pfarrer

Autonome Schule weitet Angebot aus

Anfang Januar hat die autonome Schule «Integra – Bildung für alle» in St. Fiden ihren Betrieb aufgenommen. Auf kostenloser Basis erteilen dort Einheimische, Migranten und Flüchtlinge Unterricht in Deutsch und anderen Fächern. Die Schule erlebe inzwischen einen grossen Zulauf, sagt Andreas Nufer, Mitinitiant und Pfarrer der ökumenischen Haldengemeinde.

Herr Nufer, vor einem Monat fehlte es der autonomen Schule Integra noch an Lehrmaterial, Wandtafeln und Mobiliar. Hat sich die Situation seither gebessert?

Wir haben jetzt nicht nur eine Wandtafel, sondern auch einen Hellraumprojektor, ausreichend Tische und Stühle und sogar eine Kaffeemaschine samt Geschirr. Lediglich Computer und Wörterbücher fehlen noch.

Wie ist es dazu gekommen?

Wir haben mehrere grosszügige Spenden erhalten. Von diesen kaufen wir nun auch Lehrmaterial. Das Erfreulichste ist aber die Entwicklung des schulischen Angebots: Inzwischen bieten wir 23 verschiedene Kurse an, darunter Sprachkurse in Deutsch, Schweizerdeutsch, Arabisch oder Amharisch. Dazu kommen Musikunterricht und sogar ein Kurs in Staatskunde.

Woher nehmen Sie die nötigen Lehrer für ein so breites Angebot?

Ein Grossteil der Lehrer sind Flüchtlinge. Andere konnten wir über das Solidaritätsnetz Ostschweiz, das hinter der Schulgründung steht, gewinnen. Zu den Lehrern zählen Kantonsschüler, Studenten, Hausfrauen, Ingenieur und Richter. Die Mischung ist unheimlich spannend!

Eine didaktische Ausbildung haben demnach die wenigsten.

Ja, aber dafür ist der Unterricht sehr lebensnah. In den Deutschkursen lernen die Ausländer zum Beispiel, wie man in der Post oder auf Ämtern zurechtkommt. Auch die Koch-, Bastel- oder Elektrikkurse sind sehr praxisorientiert.

Die Motivation der Teilnehmer ist entsprechend hoch.

Sie sind also rundum zufrieden?

Es wäre schön, wenn noch mehr Schweizer die Kurse besuchen würden. Denn die Schule soll vor allem zu einem Ort der Integration werden.

Interview: Markus Symank

Solidaritätsnetz Ostschweiz Telefon 071 220 17 45 admin@solidaritaetsnetz.ch

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