Nach Rohrbruch Projekt für Leitungsneubau

An der Salisstrasse ist gestern morgen eine knapp 60 Jahre alte Wasserleitung aus Grauguss gebrochen. Fachleute der Sankt Galler Stadtwerke (SGSW) reparierten den Schaden. Ulrich Häfliger, bei den SGSW zuständig für das Gas- und Wassernetz, lässt prüfen, ob gleich 55 Meter Leitungen ersetzt werden sollten.

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Land unter an der Ecke Salisstrasse-Zürcher Strasse. (Bild: Leserbild: Christian Wenger)

Land unter an der Ecke Salisstrasse-Zürcher Strasse. (Bild: Leserbild: Christian Wenger)

Die Wasserleitung mit einem Innendurchmesser von 15 Zentimetern wurde 1957 ins Erdreich gelegt, wie Ulrich Häfliger, Verantwortlicher des Leitungsnetzes für Wasser und Gas bei den Sankt Galler Stadtwerken, gestern auf Anfrage sagte. Warum das Rohr aus Grauguss in den frühen Morgenstunden brach, konnte Häfliger nicht mit Sicherheit sagen. Es gebe im Erdreich auf Stadtgebiet Graugussrohre, die seien zwischen 80 und 100 Jahre alt. Druckschwankungen oder ein abgestellter Lastwagen könnten die Ursache des Leitungsbruchs gewesen sein. Jedenfalls trat derart viel Wasser an die Oberfläche, dass Teile der Salisstrasse und der Zürcher Strasse überschwemmt wurden.

Wasser in Tiefgarage

Das Wasser floss in eine Tiefgarage und in zwei Parterre-Garagen. Die Anlagen wurden verschmutzt, Sachschaden entstand nach ersten Erkenntnissen indessen nicht. Für die Reparaturarbeiten musste die gebrochene Wasserleitung vom Netz genommen werden; die Bewohner dreier Mehrfamilienhäuser hatten aus diesem Grund während einiger Stunden kein fliessendes Wasser in ihren Wohnungen, wie die Stadtpolizei mitteilte. Vor dem Mittag schätzte Ulrich Häfliger von den SGSW, dass die Reparaturarbeiten bis gestern abend abgeschlossen sein dürften. «Normalerweise dauern die Reparaturarbeiten in einem solchen Fall einer gebrochenen Graugussleitung nicht länger als einen Tag; dann sollten alle Bewohner wieder fliessendes Wasser in ihren Wohnungen haben», erklärt Häfliger. Die allgemeinen Tiefbauarbeiten dauern allerdings etwas länger. Aus diesem Grund bleibt die Salisstrasse zwischen der Dürrenmattstrasse und der Zürcher Strasse in den nächsten Tagen gesperrt.

Häfliger sagte gestern, er sei bei den SGSW dafür zuständig, dass es weniger oft zu Wasserrohrbrüchen komme. Genau aus diesem Grund denkt Häfliger darüber nach, für die Salisstrasse ein Projekt erarbeiten zu lassen, das den Ersatz der knapp 60 Jahre alten Gussleitungen auf einer Länge von rund 55 Metern unter der Salisstrasse umfasst.

Schon an Weihnachten Lecks

Wasserrohrbrüche sind keine Seltenheit – auch in der Stadt St. Gallen nicht. Gemäss Häfliger ist es zwischen Weihnachten und Neujahr zu mehreren Lecks im Stadtnetz gekommen. Allerdings richteten diese Rohrbrüche kaum Schaden an. (rr/dwi)

Diese Tiefgarage wurde gestern morgen geflutet. (Bild: Stadtpolizei St. Gallen)

Diese Tiefgarage wurde gestern morgen geflutet. (Bild: Stadtpolizei St. Gallen)