Nach Regen perfekte Bedingungen

In Engelburg veranstaltet der Reitclub St. Gallen am Wochenende ein Military-Turnier. Der starke Regen brachte den Aufbau in Verzug, doch heute werden die letzten Hindernisse aufgebaut.

Rabea Huber
Drucken
Teilen

Reiten. Trotz des Wetterpechs in der vergangenen Woche hatte der Reitclub St. Gallen auch Glück. Wäre das Vielseitigkeitsturnier beim Lindenhof am vergangenen Wochenende geplant gewesen, hätte es wohl abgesagt werden müssen. So aber brachte der starke Regen lediglich die Aufbauarbeiten in Verzug.

Am vergangenen Wochenende hätte die Geländestrecke fertiggestellt werden sollen. «Der nasse Boden hat uns das Bauen erschwert», sagt OK-Präsident und Parcoursbauer Bruno Brovelli.

«Mit dem Traktor hätten wir grossen Landschaden angerichtet, deshalb mussten wir das Material von Hand tragen.» Da der Zeitaufwand so grösser war, wird der Cross erst heute fertiggestellt.

Neue Strecke kreieren

Rechtzeitig zum ersten Start auf der Geländestrecke morgen um 14 Uhr wird aber alles bereit sein. Dank der sommerlichen Verhältnisse in den vergangenen Tagen haben die Vielseitigkeitsreiter in Engelburg nun perfekte Bodenbedingungen.

Das Military-Turnier wird vom Reitclub St. Gallen nur jedes zweite Jahr durchgeführt. Denn alle Hindernisse müssen jeweils neu gebaut werden. «Da sich das Gelände in der Landwirtschaftszone befindet, dürfen keine Bauten stehenbleiben», so Brovelli. Als Parcoursbauer muss er deshalb für jedes Turnier eine neue Strecke kreieren. «Das macht es für die Reiter aber auch spannend, weil die Linienführung immer eine andere ist.»

Titelverteidiger Ralph Brovelli

Mit der schwierigsten nationalen Kategorie B3 wird das Turnier eröffnet. Morgens um 9 Uhr wird das Dressurprogramm geritten. Um 12 Uhr folgt der Springparcours, ehe dann das Gelände mit den festen Hindernissen in Angriff genommen wird. Brovellis Sohn Ralph geht in dieser Prüfung als einer der Favoriten an den Start. Vor einem Jahr hatte der 23-Jährige das Heimturnier in Engelburg gewonnen. «Ralph kann die Hindernisse wie die anderen nicht vorher üben.

Er hat also keinen Vorteil, nur weil ich Parcoursbauer bin», sagt Bruno Brovelli.

Mit der Stute Palame startet Ralph Brovelli in einer Woche auch an einem internationalen Turnier im süddeutschen Mertingen. Engelburg ist für die beiden sozusagen eine Aufwärmrunde. Trotzdem ist eine gute Klassierung das Ziel: «Im Military kann nicht auf Stil geritten werden, so wird Ralph auch hier angreifen.»

Aktuelle Nachrichten