Nach der Schacherlmesse diskutiert Chor über Zukunft

MÖRSCHWIL. Für das Kirchenfest morgen Sonntag liess sich der Kirchenchor Mörschwil etwas Besonderes einfallen. Die rund 20 Mitglieder führen die Schacherlmesse auf. Deren Komponist Gerhard Schacherl wird die Mörschwiler am E-Piano begleiten.

Merken
Drucken
Teilen

MÖRSCHWIL. Für das Kirchenfest morgen Sonntag liess sich der Kirchenchor Mörschwil etwas Besonderes einfallen. Die rund 20 Mitglieder führen die Schacherlmesse auf. Deren Komponist Gerhard Schacherl wird die Mörschwiler am E-Piano begleiten. Ganz zur Freude der Sängerinnen und Sänger, wie Silvia Millius, Vorstandsmitglied sagt. Auch wird der Chor durch Trompete begleitet, was für Sänger und Publikum neu sein dürfte.

Seit längerem ist der Kirchenchor auf der Suche nach neuen Mitgliedern. Interessierte würden sich oft vom hohen Altersdurchschnitt der Chormitglieder abschrecken lassen, weiss Silvia Millius. Die Jüngste, die mitwirke, sei 62 Jahre alt, der Älteste 91 Jahre. Um die Stimme zu pflegen, müsse neben der Probe am Freitagabend regelmässig gesungen werden. Das sei für potenzielle Mitglieder meist zu aufwendig. Trotz hohem Alter seien die Mitglieder motiviert. Viele würden dem Chor seit Jahrzehnten angehören – Silvia Millius etwa singt bereits seit 38 Jahren. Der Zusammenhalt sei enorm und für viele Mitglieder sei es daher undenkbar, den Chor wegen fehlender Mitglieder auflösen zu müssen, sagt Silvia Millius. Die Mitgliederzahlen sind es aber, die dem Chor zu schaffen machen. Zu Spitzenzeiten haben rund 40 Sänger mitgewirkt, jetzt sind es noch 20. Auch wenn das Kirchenfest für die Gruppe ein Highlight ist, muss sich der Chor über seine unsichere Zukunft Gedanken machen. Eine erste Besprechung findet am kommenden Freitag statt. (ad)