Nach der Matura auf den Laufsteg

Der St. Galler Benjamin Aston hat es am Weltfinal des Elite Model Look unter die ersten fünf geschafft. Der 18-Jährige hat somit einen lukrativen Modelvertrag in der Tasche. Nach der Matura will der Beau voll und ganz auf das Modeln setzen.

Perrine Woodtli
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Erfolgreich in Mailand: Der 18jährige Benjamin Aston am Weltfinal des Elite Model Look. (Bild: Option Model Agency)

Erfolgreich in Mailand: Der 18jährige Benjamin Aston am Weltfinal des Elite Model Look. (Bild: Option Model Agency)

Vor drei Tagen stand er noch für das «Vogue-Magazin» vor der Kamera, heute drückt er wieder die Schulbank. Nachdem Benjamin Aston im September den Modelcontest Elite Model Look Switzerland gewonnen hatte, ging es für den 18-Jährigen in der vergangenen Woche nach Mailand, wo am Montag der Weltfinal des Elite Model Look stattfand. 32 Teilnehmerinnen und 21 Teilnehmer aus der ganzen Welt nahmen daran teil. Aston erreichte die Top-Fünf. Damit ist er mehr als zufrieden.

Neue Möglichkeiten

«Für mich fühlt es sich an, als ob ich gewonnen hätte. Es könnte nicht besser sein», sagt Aston über sein Resultat am Weltfinal. Er habe überhaupt nicht damit gerechnet. Für Aston öffnen sich nun neue Türen im Modelbusiness. Denn er hat nicht bloss die Top-Fünf erreicht, sondern ist jetzt auch bei Elite Model Look International unter Vertrag. Dieser Vertrag war für viele Models der Startschuss ihrer Karriere. «Das alles ist wirklich unbeschreiblich», sagt Aston. Speziell vorbereitet auf den Weltfinal hatte er sich nicht. «Ich ernähre mich sowieso schon gesund und mache viel Sport.» Da er auch keinen Alkohol trinkt und nicht raucht, war es für ihn kein Problem, dass es eine strikte Regel gab, dies zu unterlassen. Auf die Top-Five hätte er dann aber doch gerne angestossen.

Vom GBS zur Vogue

Seine Zeit in Mailand beschreibt der junge St. Galler als lehrreich und spannend, aber anstrengend. «Wir trainierten sehr intensiv. Wir hatten drei bis vier Stunden Catwalk-Training, probten Shootings, machten Bewerbungsvideos und hatten Social-Media-Training. All dies floss in die Bewertung ein.» Das Finale habe im kleinen Rahmen stattgefunden, ohne irgendeine Show drumherum. «Wir trugen auch keine extravagante Kleidung, denn es ging um uns Models.» Im Raum befanden sich nebst allen Elite-Model-Look-Agenturen der Welt noch viele weitere Leute, die für Aston wichtig waren. «Viele Leute aus der Modebranche waren anwesend. Es war wichtig, dass diese mich gesehen hatten.» Es sei auch spannend gewesen, die anderen Models kennenzulernen. «Es war interessant, sich mit allen auszutauschen und die verschiedenen Kulturen kennenzulernen», sagt Aston und ergänzt: «Es gab keinen Konkurrenzkampf. Wir waren eine Familie.»

Nach dem Finale ging es am Dienstag für die Top-Ten der weiblichen Models und die Top-Five der männlichen Models zum Vogue-Shooting. «Das war schon krass. Das Shooting fand in einer riesigen Villa statt», sagt Aston und ergänzt lachend: «Vor einem Jahr hatte ich mein erstes Shooting. Dieses war für einen Tag der offenen Tür für das GBS. Und ein Jahr später stehe ich für die Vogue vor der Kamera.»

Fashion Weeks und Burberry

Aston ist sich sicher, dass der Weltfinal seiner Modelkarriere einen Schub gegeben hat. Der Leiter des Elite Model Look Paris habe ihm bereits gesagt, dass sich einige für ihn an der Pariser Fashion Week in Paris interessieren würden. Ob dies klappt, weiss der 1,85 Meter grosse St. Galler noch nicht. Schliesslich sei er noch in der Schule. Und für den Schüler der Kantonsschule Burggraben hat die Matura nach wie vor oberste Priorität.

Nachdem Aston seine Matura im Sommer 2016 abgeschlossen hat, will er sich voll und ganz auf das Modeln konzentrieren. Der Modelvertrag gebe ihm eine gewisse Sicherheit, dass es wirklich klappen könnte. «Ich will nach der Matura reisen gehen. Mit dem Modeln würde sich das verbinden lassen.» Er würde auch gerne einige der Teilnehmer bei seinen Reisen besuchen. Den Elite Model Look Contest würde er sofort weiterempfehlen. «Es war eine sehr spannende Erfahrung und ein mega Erlebnis. Ich kann viel von dieser Zeit mitnehmen. Jetzt bin ich gespannt, wie es weitergeht», sagt Aston. Ein Ziel hat der Halb-Engländer bereits: «Ich möchte für Burberry laufen. Es ist eine englische Marke und die Mode ist schön und klassisch. Das gefällt mir.»