«Nach 25 Jahren ist der Abschied emotional»

Nachgefragt

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25 Jahre lang haben Ezio Giorlando und seine Schwester Angela De Luca-Giorlando an der Kickboxschule Goldach/Rorschach unterrichtet. Nun beenden sie ihre Tätigkeit. Den Rücken kehren sie dem Sport nicht.

Was hat Sie dazu bewegt, in Kickbox-Rente zu gehen?

Mehr als die Hälfte meines ­Lebens war ich nebenberuflich Kickbox-Trainer. Nach 25 Jahren haben meine Schwester und ich nun entschieden, uns Freizeit zu verschaffen. Als Vater von drei Kindern möchte ich diese vor ­allem mit ihnen verbringen und neue Freiheiten geniessen.

Wie schwer fiel Ihnen der Abschied?

Das war sehr emotional. Als wir es den Schülern sagten, war das auch für sie nicht leicht. Dennoch ist Kickboxen eine Randsportart, die mit Klischees kämpft. Finanziell hat sich die Kickboxschule nie gelohnt, im Gegenteil.

Welche Momente bleiben besonders in Erinnerung?

An der Europameisterschaft mit Kindern teilzunehmen, das war einmalig. Obwohl bei uns immer das Training und nicht der Wettkampf an erster Stelle stand. Das Lob der Schüler am Ende des Trainings, das war immer der schönste Lohn. Es hat uns auch all die Jahre angetrieben.

Wie lange betreiben Sie den Sport schon?

Angefangen haben meine Schwester und ich vor gut 30 Jahren. Damals gab es die Bezeichnung Kickboxen aber eigentlich noch gar nicht.

Das Kickboxen hängen Sie aber nicht an den Nagel?

Nein, natürlich trainieren wir weiter. Jetzt aber nach Lust und Laune und ohne Druck. (jor)