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MUSIK: Ein Saal voller Trommeln

Der Tambourenverein Fürstenland Gossau lud zu seinem Jahreskonzert ein. Auf dem Programm standen nicht nur traditionelle Märsche, sondern auch Stücke mit Besenstielen, Boomwhackers und Octobans.
Die Tambouren mit nicht alltäglichen Instrumenten. (Bild: Nina Rudnicki)

Die Tambouren mit nicht alltäglichen Instrumenten. (Bild: Nina Rudnicki)

Rund 700 Personen sind am Sonntagnachmittag im Fürstenlandsaal zusammengekommen. Trotz schönstem Frühlingswetter wollten sie das Jahreskonzert des Tambourenvereins Fürstenland Gossau unter der Leitung von Marco Willi und Roman Lombriser nicht verpassen. Nebst dem klassischen Programm war ein Showprogramm angekündet.

Die Tambouren trommelten auf Besenstielen, gingen dabei in die Knie, wirbelten mit den Stäben durch die Luft und schlugen mit Boomwhacker-Röhren auf den Boden. Dabei handelt es sich um unterschiedlich lange bunte Kunststoff-Röhren, die beim Schlagen auf verschiedene Gegenstände unterschiedlich hohe Töne von sich geben. Die so getrommelten Melodien begeisterten das Publikum: Die Show überzeugte nicht nur akustisch. Genauso war es ein Spektakel, den Tambouren dabei zuzusehen, wie ihre Trommelschläge bunte Figuren in die Luft zeichneten. Übertrumpft wurde das nur noch von der Zugabe: Im Saal wurde das Licht gelöscht, die Tambouren trommelten mit Leuchtstäben. Man konnte nun genau beobachten, wie exakt und im Takt das Korps das Stück im Griff hatte.

Märsche und Wettspielstücke

Auch Präsident Dominik Scherrer war mit dem Auftritt mehr als zufrieden. Sein persönliches Highlight sei an den Jahreskonzerten jeweils, wenn das Gesamtkorps, also die Aktiv- und Jungtambouren sowie die Claironisten, gemeinsam auf der Bühne stünden, sagte er. Während des Marsches «Schweizer und Franzosen-Tagwacht» erfüllten sie denn auch den Saal mit dröhnenden Trommelschlägen. In diesem Jahr wird der Tambourenverein Fürstenland Gossau am Ostschweizerischen Tambouren- und Pfeiferfest in Wädenswil teilnehmen. Daher präsentierte er beim Auftritt in Gossau auch einige Stücke des Wettspielprogramms wie «Parampampoli» und «Amedes» von den Tambouren sowie «Sac au dos» von den Claironisten. Der Verein, den es seit 85 Jahren gibt, hat bereits einige wichtige Titel gewonnen. So gewann er etwa bei den Eidgenössischen Wettspielen 2010 in Interlaken zwei Schweizer-Meister-Titel. Der Tambourenverein Fürstenland Gossau ist einerseits bekannt für sein traditionelles Trommel- und Clairons-Spiel, sorgt andererseits aber auch immer für Überraschungen mit ausgefallenen Perkussionsstücken und seltsamen Instrumenten. In diesem Jahr waren das nebst den Besenstielen und Boomwhackers auch die Octobans, transparente Röhrentrommeln.

Nina Rudnicki

redaktiongo

@tagblatt.ch

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