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Museum nimmt letzte Hürde

Der Nostalgieverein Feuerwehr will im ehemaligen Gantamt ein Museum eröffnen. Die Finanzierung ist geregelt und der Verein ist im Besitz des Gebäudes. Doch noch stehen bauliche Veränderungen an.
Christoph Renn
Im ehemaligen Gantamt werden bald Feuerwehrautos und vieles mehr zu bestaunen sein. (Bild: Michel Canonica)

Im ehemaligen Gantamt werden bald Feuerwehrautos und vieles mehr zu bestaunen sein. (Bild: Michel Canonica)

Christoph Renn

christoph.renn@tagblatt.ch

Saurerfahrzeuge, alte Schläuche und Helme: Der Nostalgieverein Feuerwehr St. Gallen will im ehemaligen Gantamt an der Burgstrasse 61 ein Museum eröffnen. Das «Depot 61» ist nun der voraussichtlichen Teileröffnung Ende August einen grossen Schritt nähergekommen: Kürzlich hat die Beurkundung der Übernahme des Ganthauses durch den Nostalgieverein stattgefunden. Am Donnerstag haben die Initianten dann den Schlüssel bekommen. «Nun können wir die Umbauarbeiten konkret planen und bald angehen», sagt Thomas Meyer, Vereinspräsident und CVP-Stadtparlamentarier.

Bis die ersten Besucher ausgediente Fahrzeuge, alte Uniformen, Feuerlöscher, Pumpen, Leitern, Atemschutz- und Alarmierungsgeräte aus den vergangenen 200 Jahren bestaunen können, steht jedoch noch Arbeit an. «Wir müssen auf den drei Geschossen aber nur kleinere bauliche Eingriffe vornehmen», sagt Meyer. Der grösste und wichtigste Posten werde der Einbau des neuen Liftes, damit das Feuerwehrmuseum auch behindertengerecht werde. Dieser Punkt nehme auch am meisten Zeit in Anspruch. «Alleine die Lieferfrist des neuen Liftes beträgt rund vier bis viereinhalb Monate.»

Die Garagentore müssen vergrössert werden

Bis der Aufzug im Ganthaus ankommt, konzentrieren sich die Initianten des Feuerwehrmuseums auf den Umbau des Mehrzwecksaals. «Diesen müssen wir möglichst schnell fertigstellen, damit er den beiden Vereinen, die bisher darin probten, möglichst ohne grösseren Unterbruch wieder offen steht», sagt Thomas Meyer. Dieser Saal kann in Zukunft für verschiedene Veranstaltungen gemietet werden.

Von aussen wird das ehemalige Gantamt nicht stark verändert. Die grösste und sichtbarste Veränderung wird der Einbau von zwei grossen Garagentoren sein, durch welche vier ausgediente Saurerfahrzeuge ins neue Museum einfahren können. Ohne diese Veränderung wäre es unmöglich, die grossen Fahrzeuge ins Gantamt zu bringen. Im Innern des Gebäudes, in dem einst allerhand Gegenstände aus Konkursverfahren unter den Hammer gekommen sind, müssen zudem einige zusätzliche Türen eingebaut werden. «So können wir die verschiedenen Räume miteinander verbinden, damit wird einen Rundgang durchs Museum ermöglichen können.»

Bis die grossen und kleinen ausgedienten Fahrzeuge und alle Gerätschaften ihren neuen Platz im Feuerwehrmuseum beziehen können, stellen sie die Initianten um Thomas Meyer vor eine logistische Herausforderung. Zum einen musste das Depot Altwinkeln bis am 20. Januar ausgeräumt werden, weil diese einem Neubau weichen wird. «Das Baubüro Pfister hat uns unkompliziert einen Ersatzraum für unsere grosse Sammlung an Gerätschaften in unmittelbarer Nähe an der Altwinkelnstrasse 23 angeboten», sagt Meyer.

Zum anderen fehlten wegen des Umbaus der Milizdepots Platz zur Unterbringung mehrere Fahrzeuge. «Die Suche nach einer guten Lösung gestaltete sich relativ schwierig.» Schliesslich konnten jedoch alle Fahrzeuge verstaut werden. Ein alter Saurer steht bereits im «Depot 61» zusammen mit einem Töff. «Diese beiden Ausstellungsstücke müssen wir für die anstehenden Umbauarbeiten im Gantamt nochmals zügeln», sagt Meyer.

Die Planung fürs Museum läuft seit dem Jahr 2000

Der Nostalgieverein Feuerwehr St. Gallen verfolgt die Idee, ein Feuerwehrmuseum zu eröffnen, seit seiner Gründung im Jahr 2000. Seit nun fünf Jahren arbeitet eine Projektgruppe darauf hin. Besonders viel Zeit hat sie darauf verwendet, die nötigen Mittel aufzutreiben. Vereinspräsident Meyer veranschlagt die Kosten für den Gebäudekauf, den Umbau und die Einrichtung auf rund eine Million Franken. «Zwar haben wir das nötige Geld zusammen. Trotzdem sind wir um weitere finanzielle Unterstützung angewiesen.»

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