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MUOLEN: Bald wird der neue Saal gebaut

Die Gemeinde braucht einen neuen Saal. Auf dem Papier steht dieser auch bereits: Das Projekt ist bis auf wenige Details fertig geplant und die Baubewilligung erteilt. Ende November starten die ersten Bauarbeiten.
Marlen Hämmerli
Der Adlersaal bleibt noch bis Januar 2019 in Betrieb. (Bild: Benjamin Manser (26. Januar 2016))

Der Adlersaal bleibt noch bis Januar 2019 in Betrieb. (Bild: Benjamin Manser (26. Januar 2016))

Marlen Hämmerli

marlen.haemmerli@tagblatt.ch

Lange werden sie nicht mehr stehen: der alte Stall und die Remise neben dem Restaurant Adler. Schon in zwei Wochen werden die Gebäude abgerissen. Bis zum Sommer 2019 wird hier der neue Adlersaal gebaut. Die Baubewilligung dafür hat der Gemeinderat Mitte Oktober erteilt.

Die Vorbereitungen für Leitungsarbeiten und den Aushub starten laut dem Gemeindepräsidenten Bernhard Keller, sobald die Remise und der Stall abgerissen sind. Er sei glücklich darüber, wie die Arbeiten nun vorwärtsgingen. «Ich kann es kaum erwarten, bis der Bau beginnt.» Der offizielle Start und die Grundsteinlegung seien auf Anfang Februar 2018 geplant.

Kosten und Vorgeschichte gaben zu reden

Dann wird es zwei Jahre her sein, dass im Adlersaal 316 Muolerinnen und Muoler zusammenkamen, um über den neuen Saal abzustimmen. Das Projekt hatte zu reden gegeben. «Eine Gesamtinvestition von rund 4,5 Millionen Franken netto sind eine schöne Stange Geld für Muolen», sagt Keller. Der neue Saal, das Grundstück und die Vereinsräume kosten 5,6 Millionen Franken brutto. Davon können 800000 Franken abgezogen werden, die als zweckgebundene Reserven verbucht wurden, und 300000 Franken für Land, das nicht gebraucht wird. Auch hat das Projekt eine Vorgeschichte: Der Gemeinderat plant schon seit 2008 einen Ersatz für den Adlersaal. Das erste Projekt stoppte er dann aber 2013, weil es rund 1,6 Millionen Franken mehr gekostet hätte als vorgesehen. Entsprechend zufrieden zeigt sich Keller heute als er sagt: «Die Kosten bewegen sich bisher im geplanten Rahmen. Aktuell sind schon zwei Drittel aller Aufträge vergeben.»

Bis es aber so weit war, musste erst das Projekt für den neuen Saal im Detail ausgearbeitet werden. «Da sind viele Player dabei», sagt Keller. «So wurde etwa der Feuerschutz geprüft und mit Procap dafür gesorgt, dass das Gebäude behindertengerecht ist.» Auch die Vereine wurden in die Detailplanung einbezogen. An zwei Sitzungen dachten Vereinsvertreter die Abläufe bei Veranstaltungen durch. «Wir diskutierten etwa darüber, ob die direkte Tür zwischen Saal und Küche wirklich nötig ist», sagt Keller, der selbst einem Verein angehört. Ihm selbst sei der Durchgang wichtig gewesen. Er habe aber die Meinung der Vereinsvertreter hören wollen, um so Diskussionen vorwegzunehmen.

Beim gesamten Verfahren gab es nie Einsprachen

Ursprünglich war geplant, mit dem Bau im Frühling 2017 zu starten. «Wir haben uns mit der Planung mehr Zeit gelassen, um Überraschungen vorzubeugen», erklärt Keller die Verzögerungen. Einsprachen habe es beim gesamten Verfahren nie gegeben.

Das Restaurant Adler und der Adlersaal werden noch bis Januar 2019 in Betrieb sein. Dann muss beides abgerissen werden. «Für die Vereine ist es kein grosses Problem, dass sie einige Monate ohne Saal auskommen müssen», sagt Keller. «Das Vereinslokal und die Kirche genügen offenbar als Übergangslösung.»

Am Ort des Restaurants entsteht der Vorplatz für den neuen Gemeindesaal. Dort, wo heute der Adlersaal steht, wird ein Dreifamilienhaus gebaut und dahinter ein Einfamilienhaus. Gegen den Abbruch des Adlersaals und die Häuser sind keine Einsprachen eingegangen. Die Frist dafür endete vergangenen Montag.

Ob die Vereine mehr zahlen müssen, ist noch unklar

Als nächster Schritt steht nun ein «Spezialtreffen» mit den Vereinen an, wie Keller sagt. Diskutiert werde über die Bühnentechnik. Ob die Vereine künftig für die Nutzung des Saals höhere Gebühren zahlen, kann Keller noch nicht sagen. «Die Vereine müssen aber anerkennen, dass der neue Saal ihnen mehr Möglichkeiten bietet als der alte.» Im Saal wird ein robuster, federnder Bodenbelag eingebaut. Ausserdem gibt es einen Geräteraum und Garderoben mit Duschen. Dadurch seien im Saal künftig auch Sportveranstaltungen möglich, sagt Keller. «Das bedeutet aber auch höhere Betriebskosten, was wir natürlich im Finanzplan berücksichtigt haben.»

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