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Müllers Banalisierung des Rassismus ist gefährlich

«Der Islam hat hier nichts verloren», Ausgabe vom 15. September
Walter Brunner, Guggeienhof 3, 9016 St. Gallen

Thomas Müller hat seinerzeit wie alle andern neuen Mitglieder im Nationalrat das Gelübde (oder allenfalls den Eid) auf die Verfassung abgelegt, mit diesen Worten: «Ich gelobe, die Verfassung und die Gesetze zu beachten und die Pflichten meines Amtes gewissenhaft zu erfüllen.» Daran sei Müller erinnert. Unter anderem fordert die Bundesverfassung, dass niemand wegen der Herkunft, der Rasse oder der religiösen Überzeugung diskriminiert werden darf. Die Verfassung fordert auch, dass die Schweizerische Eidgenossenschaft den inneren Zusammenhalt und die kulturelle Vielfalt des Landes fördern soll. Und gleich in der Präambel wird der Wille des «Schweizervolks» (ja, liebe selbst ernannte Superschweizer!), «zur gegenseitige Rücksichtnahme und Achtung ihre Vielfalt in der Einheit zu leben» beschworen. Müllers Äusserung, der Islam habe hier nichts verloren, ist diskriminierend und respektlos. Als Stadtpräsident schliesst er alle muslimischen Rorschacherinnen und Rorschacher aus und verletzt deren religiöse Freiheit. Seine Banalisierung des Rassismus ist gefährlich und verfassungsfeindlich. Vielleicht sollten wir das von den SVP-Politikern arg strapazierte Wort «unschweizerisch» für einmal auf Leute wie Müller anwenden, welche unsere Verfassung missachten und sich mit Diskriminierung und Respektlosigkeit brüsten.

Walter Brunner, Guggeienhof 3, 9016 St. Gallen

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