Mosterei Möhl investiert Millionen in Ausbau

ARBON. Die Mosterei Möhl baut kräftig aus. Sowohl die Verarbeitungs- als auch die Lagerkapazitäten werden verdoppelt. Damit ist sie für die Zukunft gerüstet. Die fünfte Generation steht in den Startlöchern.50 Meter lang ist der Ausleger des roten Egger-Spezialkrans.

Max Eichenberger
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Ernst Möhl Geschäftsführer

Ernst Möhl Geschäftsführer

ARBON. Die Mosterei Möhl baut kräftig aus. Sowohl die Verarbeitungs- als auch die Lagerkapazitäten werden verdoppelt. Damit ist sie für die Zukunft gerüstet. Die fünfte Generation steht in den Startlöchern.50 Meter lang ist der Ausleger des roten Egger-Spezialkrans. Er hievt einen vier Tonnen schweren glänzenden Stahltank in das neue Tanklager, dessen Niveau sich einige Meter unter Terrain befindet. In einer ersten Etappe ist dieses Lager fertigerstellt; bis Herbst folgt eine weitere Etappe. Das alte Lager wird abgebrochen.

53 neue Tanks

Gesamt wird das neue Gebäude mit 53 Tanks bestückt. Sie werden von Stuttgart angeliefert und sind unterschiedlich gross. Aus Ortsbildschutzgründen hat Möhl das Gebäude mit Giebeln gestaffelt. Die grössten Tanks sind 13 Meter hoch. Damit verdoppelt die Stachener Mosterei die Lagerkapazität auf 10 Millionen Liter. Die Tanks fassen gepressten Süssmost und Konzentrat. Dazu werden laut Ernst Möhl auch Direktsäfte eingelagert. Diese Biosäfte dürfen nicht konzentriert werden.

Folge der Thurella-Übernahme

Der Ausbau ist eine Folge der Übernahme der Geschäftstätigkeit der Thurella Anfang 2014. Zunächst wurde noch in Egnach Obst angenommen und dort gepresst. Jetzt findet eine Konzentration in Stachen statt. Weil sich diese Strukturbereinigung im Mostgeschäft abzeichnete, hat Möhl bereits zwischen 2010 und 2013 die Verarbeitungskapazität erhöht und drei neue Pressen installiert. Neben dem Ziel, die Anlagen für eigene Bedürfnisse auszubauen, war auch ein bisschen Instinkt im Spiel. Zudem ist die Konzentrier-Anlage auf höhere Mengen ausgerichtet worden. Allein dafür investierte Möhl 6 Millionen. So können auch ergiebige Ernten aus einem grösseren Einzugsgebiet gut bewältigt werden. Bis die Mostobstkampagne beginnt, erweitert das Familienunternehmen zudem die Siloanlage für Anlieferungen von fünf auf acht Einheiten aus. Im neuen Tanklagergebäude sind auch die Labors – unter anderem für die Qualitätskontrolle – und die Kühlanlage integriert. Mitsamt den Tanks beziffern sich die Investitionen allein in dieses Teilprojekt auf 10 Millionen Franken. Die neue Verladestelle ist bereits in Betrieb. Dort werden Tankwagen für Lieferungen nach Bischofszell (Bina) und Aproz/VS befüllt. Das Zertifikat verlangt einen Verlad unter Dach.

Weitere Baueingabe Ende Jahr

Ende Jahr macht Möhl die Baueingabe für ein weiteres Projekt: Für fünf Millionen Franken plant die Mosterei ein Museum mit Besucherzentrum und einem Holzfasskeller im Untergeschoss mit einem verdoppelten Fassungsvermögen von 400 000 Litern. «Saft vom Fass ist für uns eine wichtige Marke, die wir pflegen», sagt Geschäftsführer Ernst Möhl. Im Museum werden eigene Bestände mit den Leihgaben der Hochschule Wädenswil zusammengeführt.

Ein vier Tonnen schwerer Tank wird plaziert. (Bild: Max Eichenberger)

Ein vier Tonnen schwerer Tank wird plaziert. (Bild: Max Eichenberger)

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