Moskauer Minister lobt Engelburger

Nachgefragt

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Der Engelburger Männerchor reiste mit Mundartliedern im Repertoire nach Moskau, wo gemeinsam mit einem Partnerchor musiziert wurde. (Ausgabe vom 7. September). Josef Mestka, ehemaliger Vereinspräsident, über den Aufenthalt in Russland.

Herr Mestka, was haben Sie in Moskau erlebt?

Wir wurden von einer Reiseführerin zu den klassischen Sehenswürdigkeiten begleitet: Wir waren beim Kreml, auf dem Roten Platz und haben sogar eine Flussfahrt gemacht. Später hatte jeder noch Zeit zur freien Verfügung. Zudem hatten wir zwei Auftritte während eines Gottesdienstes in einer lutheranischen Kirche und in einer Bildungsstätte.

In der Bildungsstätte traten Sie zusammen mit einem russischen Lehrerchor auf.Gab es da besondere

Momente?

Es war ein Highlight, in diesem Auditorium vor etwa 100 Zuschauern mit einem einheimischen Chor aufzutreten. Für uns war es ganz speziell, Schweizer Mundartlieder wie «Vo Luzärn uf Wäggis zue» zusammen mit dem russischen Chor zu singen. Die Liedtexte musste unsere russische Dirigentin zuerst ins kyrillsche Alphabet übersetzen. Aber sie waren textsicher und haben das erstaunlich gut gemeistert.

War es für Ihren Chor eine Herausforderung, russische Volkslieder einzustudieren?

Das Lernen der Lieder war wirklich eine Herausforderung für uns alle. Das Lesen der Worte ist das eine, die Aussprache das andere. Zum Glück haben wir eine Dirigentin, die fliessend russisch spricht – das war sehr hilfreich.

Welche Rückmeldungen haben Sie erhalten?

Vom Chor waren alle restlos begeistert, obwohl viele zuerst mit gemischten Gefühlen nach Moskau gereist waren. Für uns als «Chor der Provinz» war es eine ganz besondere Ehre, vom russischen Bildungsminister für unseren Auftritt in der Bildungsstätte gelobt zu werden.

Sind noch weitere Projekte mit dem russischen Chor geplant, oder entstand sogar eine Freundschaft?

Eine Freundschaft ist mit Sicherheit entstanden. Wir wurden sehr zuvorkommend empfangen. Das wird uns in Erinnerung bleiben. Es war ein riesiger Plausch, dass so ein Treffen überhaupt zustande gekommen war. Eine Einladung in die Schweiz haben wir bereits ausgesprochen, jedoch sind vorerst keine konkreten Projekte geplant. Solche Ideen müssen reifen – das diesjährige Treffen haben wir eineinhalb Jahre lang geplant. (ror)