Morgen beginnt das Open-Air-Kino

Gestern hat der Aufbau des St. Galler Open-Air-Kinos begonnen. Heute werden die Feinarbeiten für die Gastronomie und das Ambiente verrichtet, damit morgen mit der letztjährigen Neuverfilmung von «Heidi» eröffnet werden kann.

Urs Voegeli
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Arbeiter ziehen die 150 Kilogramm schwere Filmleinwand auf. (Bild: Urs Voegeli)

Arbeiter ziehen die 150 Kilogramm schwere Filmleinwand auf. (Bild: Urs Voegeli)

Die Bedingungen für den Aufbau des diesjährigen Open-Air-Kinos St. Gallen sind nicht ideal: Der Boden auf der Wiese vom Kantonsschulpark Burggraben ist matschig von zwei Tagen Regenwetter. Das schlechte Wetter stellt gemäss Bauleiter Rubel E. Vetsch allerdings kein grosses Problem dar. Auch wenn es die Motivation des Teams beeinträchtige und den Baufortschritt etwas verzögere. Das Aufbauteam hat sich gut arrangiert. So verhindern beispielsweise die ohnehin notwendigen Bodenabdeckungen ein Steckenbleiben des Hubstaplers im Matsch.

Ein erfahrenes Team

Am ersten Aufbautag gestern wurden Verpflegungszelte und die ganze Infrastruktur errichtet. Bis zu 70 Tonnen Materialien wurden dafür benötigt: Dazu gehören Stahlgerüste und Stahlträger, Absperrgitter, Bodenplatten, Plastikplanen für die Verpflegungszelte sowie 700 Stühle für die Zuschauer. Am selben Tag wurde das Stromnetz und die ganze Technik, inklusive des digitalen Filmprojektors installiert, und die Filmleinwand aufgerichtet. Heute werden die Lichtanlagen installiert, Pflanzen aufgestellt und andere Feinarbeiten für die Gastronomie und das Ambiente verrichtet. Bis morgen Samstagabend sei noch Zeit für letzte Vorbereitungen, sagt Vetsch. Der Aufbau profitiert von der Erfahrung des Teams: «Viele von uns sind seit über zwei Jahrzehnten dabei.»

Dieses Jahr keine 3D-Filme

Die Organisatoren erhoffen sich höhere Besucherzahlen im Vergleich zum letzten Jahr, als schlechte Wetterprognosen den Ticketverkauf bremsten. Dieses Jahr könnten sie Glück haben: Meteo Schweiz verspricht viel Sonne für die ersten vier Tage.

3D-Filme werden dieses Jahr keine gezeigt. Der technische Aufwand sei zu gross, begründet Produktionsleiter Samuel Hafen den Entscheid: «Wir brauchen keine 3D-Technik als Verkaufsargument. Die Zuschauer kommen wegen des Ambientes und des Filmprogramms.»

Das Open-Air-Kino beginnt morgen Samstag mit der 2015er-Adaption des Heimatfilm-Klassikers «Heidi». Am Sonntag folgt das japanische Drama «An – Von Kirschblüten und roten Bohnen». Ein erstes Highlight könnte der Dokumentarfilm «Giovanni Segantini – Magie des Lichts» am kommenden Dienstag darstellen. Der Vorführung folgt ein Gastauftritt des Regisseurs Christian Labhart.

www.open-air-kino.ch