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Mooswiese als «grüne Lunge»

GOSSAU. Im Agglomerationsprogramm werden sechs «Stadtlandschaften» unter die Lupe genommen. Ziel ist, ihren Wert als Naherholungsgebiete zu steigern. Weil die Mooswiese ein Grundwasserschutzgebiet ist, kommt aber wenig in Frage.
Johannes Wey
Die Stadt Gossau prüft derzeit, wie die Mooswiese noch stärker als Naherholungsgebiet genutzt werden könnte. (Bild: Urs Bucher)

Die Stadt Gossau prüft derzeit, wie die Mooswiese noch stärker als Naherholungsgebiet genutzt werden könnte. (Bild: Urs Bucher)

Der Central Park ist New Yorks «grüne Lunge». Mitten in Manhattan laden knapp 350 Hektaren dazu ein, die Mittagspause oder gleich den Nachmittag dort zu verbringen, sich eine Auszeit zu nehmen oder Sport zu treiben. Solche Naherholungsgebiete sind nicht nur in Millionenmetropolen ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Auch in kleineren Städten sind sie für viele Bewohner unverzichtbar. Erst recht in Zeiten, in denen unter dem Schlagwort «innere Verdichtung» die übrigen Flächen umso intensiver genutzt werden sollen.

«Stadtlandschaft» Mooswiese

Um Naherholungsgebiete und damit auch die Städte aufzuwerten, hat die Region Appenzell AR–St. Gallen–Bodensee das Projekt «Stadtlandschaften» ins Leben gerufen. Daran beteiligt sind die fünf Städte aus dem Agglomerationsprogramm: Gossau, St. Gallen, Amriswil, Romanshorn und Rorschach. Angeschaut werden dabei beispielsweise die Mooswiese in Gossau oder der «Grünzug Ost» in St. Gallen (Tagblatt vom 19. November).

Erst Eigentümer befragt

Die Stadt Gossau hat dafür eine eigene Vorgehensweise gewählt. Während in den anderen Städten bereits öffentliche Veranstaltungen zu den «Stadtlandschaften» stattgefunden haben, wurden in Gossau bislang nur Eigentümer von Grundstücken rund um die Mooswiese zu einem Workshop eingeladen. «Sie wollten wir zuerst befragen, weil eine Aufwertung der Mooswiese auch Auswirkungen auf die Nachbarn hat», sagt Monique Trummer. Die Stadtentwicklerin leitet in der Stadt Gossau das Projekt «Stadtlandschaften» (siehe Kasten). Wichtige Themen beim Workshop seien gewesen, welche Qualitäten der Grünraum Mooswiese heute aufweise und wie er genutzt wird. «Ist das Gras gemäht, wird dort mit dem Ball oder dem Drachen gespielt», nennt Monique Trummer ein Beispiel. Eine weitere Erkenntnis aus dem Workshop sei, dass viele Grundeigentümer um die Mooswiese eine ökologische Aufwertung oder bessere Wegverbindungen begrüssen würden. Die breite Bevölkerung soll aber auch zu Wort kommen. Im kommenden März soll dazu eine Strassenumfrage durchgeführt werden, sagt Trummer. Die gewonnenen Erkenntnisse fliessen auch ins Stadtentwicklungskonzept ein.

Möglichkeiten begrenzt

Sehr viel «Aufwertung» ist auf der Mooswiese ohnehin nicht möglich, weil sie ein Grundwasserschutzgebiet ist. Neue Infrastrukturen sind kaum möglich. «Deshalb wird eher über sanfte Massnahmen nachgedacht. Vorstellbar wäre beispielsweise, neue Obstbäume zu setzen oder das Gras häufiger zu mähen.» Trummer hält aber fest, dass derzeit erst Ideen gesammelt würden und noch nichts Konkretes geplant sei.

Auch wenn die «Stadtlandschaften» ein Projekt des Agglomerationsprogramms sind: Grosse Geldbeträge wie etwa bei den Massnahmen für den Langsamverkehr wird es dafür «höchstwahrscheinlich» nicht geben, sagt Trummer. Das Projekt selbst werde zum Teil aus dem Agglomerationsprogramm finanziert, allfällige Massnahmen wären wohl Sache der Stadt.

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