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MÖRSCHWIL: "Wir haben zehn neue Mitglieder"

Nachgefragt

Die Unabhängigkeitspartei Up! und ihr 23-jähriger Präsident, Simon Scherrer aus Mörschwil, sind derzeit medial präsent. Grund dafür ist die Finanzordnung 2021, über die am 4. März abgestimmt wird. Simon Scherrer ist einer von wenigen, die gegen die Bundes- und Mehrwertsteuer kämpfen, weshalb er in der SRF-Sendung Arena vom Freitag auftreten durfte. Scherrer erhielt zahlreiche Rückmeldungen – auch solche unter der Gürtellinie.

Simon Scherrer, Scheinwerferlicht, erfahrene Kontrahenten und 200 000 Zuschauer: Waren Sie nervös, als Sie am Freitag in der «Arena» gestanden haben?

Im Oktober hatte ich bereits einen kleineren Auftritt in der «Arena». Das half, nicht ganz so nervös zu sein. Doch die Herausforderung war gross. Gerade weil man wusste, dass nichts herausgeschnitten wird.

Die «Arena» dauert über eine Stunde. War es schwierig, über so lange Zeit schlagkräftig zu argumentieren?

Die Schwierigkeit liegt vielmehr darin, in kurzer Zeit auf den Punkt zu kommen. Wenn einem Moderator Jonas Projer ins Wort fällt, weiss man, dass man noch schneller zum Kern seiner Aussage kommen muss.

Während der Sendung fiel eine Zuschauerin in Ohnmacht. Wie haben Sie diesen Moment erlebt?

Ich sah, dass die Zuschauer hinter Jonas Projer plötzlich ihr Gesicht verzogen und nach oben schauten. Reflexartig habe ich mich umgedreht, um zu sehen, was los war.

Haben Sie viele Rückmeldungen auf die Sendung erhalten?

Aus meinem Umfeld habe ich positives Feedback bekommen. Bei der Partei sind aber auch ziemlich negative Rückmeldungen eingegangen.

Können Sie Beispiele nennen?

Das netteste war noch die Frage, was ich und mein Parteikollege Silvan Amberg wohl geraucht hätten. Von der übleren Sorte war etwa: «Die ETH muss schon schlecht sein, wenn solch dumme Leute wie Sie dort studieren dürfen.» Es gab einige Rückmeldungen unter der Gürtellinie. Unsere Kontrahenten haben vor der Sendung allerdings gesagt, dass man immer mit negativen Rückmeldungen rechnen muss. Zudem sind wir uns Anfeindungen langsam gewohnt.

Eure Positionen sind zum Teil halt ziemlich extrem.

Uns ist bewusst, dass unsere libertären Ansichten nicht allen gefallen können.

Haben Sie mit dem Auftritt in der «Arena» auch Leute von sich überzeugen können?

Wir haben zehn neue Mitglieder und neue Abonnenten unseres Newsletters gewonnen. Zudem schnellten die Klicks auf meiner persönlichen Homepage und auf jener der Partei in die Höhe.

Gibt es Ihrer Meinung nach auch einen langfristigen Effekt?

Unsere Politik wurde ein Stück bekannter. Bei einem nächsten Mal erinnert man sich vielleicht an unsere Positionen. Das hilft, unsere Politik langfristig salonfähig zu machen. (ses)

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