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MÖRSCHWIL: Vorwärts trotz Vakanzen

Der Katholische Frauenbund St. Gallen-Appenzell ist an der Generalversammlung trotz fehlender Frauen in Ehrenämtern zuversichtlich. Dies auch dank neuer Statuten und flacherer Hierarchie.
Kantonalpräsidentin Regula Senn. (Bild: PD)

Kantonalpräsidentin Regula Senn. (Bild: PD)

Aus Anlass ihres 111-jährigen Bestehens stellte sich die Frauen­gemeinschaft Mörschwil als Gastgeberin für die Generalversammlung des Frauenbundes zur Verfügung. Hauptpunkt des Tages ist die Statutenrevision, die der Katholische Frauenbund St. Gallen-Appenzell an der diesjährigen Generalversammlung beantragt. In den bisherigen Statuten ist ersichtlich, dass der Kantonalvorstand der Verbandsleitung vorsteht. Er ist verpflichtet, einen Grossteil der Geschäfte zu prüfen und zu genehmigen. Die Verbandsleitung besteht aus einem Ausschuss des Kantonalverbandes. Mit dieser Organisationsform gehe wertvolle Zeit verloren, die bei der Betreuung der Ortsvereine fehle, sagt Kantonalpräsidentin Regula Senn. Sie führe zu einer Doppelbelastung der Verbandsleitung. Bei der Neu­ausrichtung wird auf eine flache Hierarchie gesetzt. Der Kantonalvorstand soll aus weniger Mit­gliedern bestehen, die neu die Aufgaben der Verbandsleitung übernehmen. Ebenfalls zu begrüssen sei der resultierende ­Abbau von Sitzungsdaten. «So können Zeitressourcen geschont werden», sagt Verbandssekretärin Irene Zill.

Regula Senn liest Punkt für Punkt die neuen Statuten vor und stellt sie den bisherigen Artikeln gegenüber. Einwände seitens der Mitglieder gibt es zu keiner der vorgeschlagenen Änderungen. Bei 195 Stimmberechtigten gibt es nur 3 Enthaltungen. «Die Statutenänderung ist ganz klar ein Umbruch», sagt Irene Zill. Die rundum positiven Rückmeldungen der Mitglieder seien aber eine Bestätigung, dass alle am gleichen Strick zögen und vorwärts machen wollten.

Nach Annahme der Statuten wird der Kantonalvorstand neu gewählt, darunter Regula Senn als Kantonalpräsidentin und Mireille Mussak als Präsidentin der Finanzkommission.

Offensichtlich wird an der Generalversammlung, dass auch der Kantonale Frauenbund St. Gallen-Appenzell Mühe hat, freie Ämter zu besetzen. Einige der Posten als Regionalvertreterin sind vakant, manche davon schon seit einiger Zeit. Irene Zill sieht die veränderte Rolle der Frau in der heutigen Gesellschaft als einer der Gründe: «Viele ­Frauen sagen, sie hätten neben Job und Familie keine Zeit mehr für ein Ehrenamt.» Das mache die Suche schwierig.

Trotz dieser Vakanzen ist eine Aufbruchstimmung spürbar, es soll zukunftsgerichtet und als Team vorwärtsgehen. Alexa ­Sutter, Regionalvertreterin der Region Gossau, wirbt unter den Frauen für das Amt. Der Zeit­aufwand halte sich in Grenzen und belaufe sich auf vier Sitzungen pro Jahr, nebst der Arbeit an der Basis. Beim Frauenbund ist man voller Zuversicht, dass sich bald jemand finden lässt.

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

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