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MÖRSCHWIL: Vorwärts an den Start

Nach jahrelangem Streit um den «Freihof» lädt die Gemeinde zum runden Tisch. Für den Verein zum Schutz des Ortsbilds ist klar: «Die beste Lösung liegt parat.»
Corinne Allenspach
Seit Jahren schmückt der Verein zum Schutz des Ortsbilds den «Freihof» in der Weihnachtszeit mit Sternen. Die Mitglieder wünschen sich aber, dass die Lichter auch im Innern bald wieder angehen. (Bild: Urs Jaudas)

Seit Jahren schmückt der Verein zum Schutz des Ortsbilds den «Freihof» in der Weihnachtszeit mit Sternen. Die Mitglieder wünschen sich aber, dass die Lichter auch im Innern bald wieder angehen. (Bild: Urs Jaudas)

Corinne Allenspach

corinne.allenspach@tagblatt.ch

Was wurde nicht schon alles versucht, seit der «Freihof» mitten im Dorfzentrum 2001 in den ­Besitz der Gemeinde überging. Zweimal stimmte die Bürger­versammlung seither einem Abbruch zu. Eine Arbeitsgruppe «Freihof – wohin?» unter der Leitung von Ruedi Baer präsentierte mögliche Nutzungen des Gebäudes, ein Architekturwettbewerb wurde durchgeführt, die Genossenschaft Freihof mit Präsident Gallus Hasler wollte die Zukunft des Streitobjekts «mit Humor» angehen, Private machten der Gemeinde ein Kaufangebot und der Verein zum Schutz des Ortsbildes kämpfte für den Erhalt des «Freihofs», um nur einiges zu nennen. In jüngster Zeit ist es etwas ruhiger geworden, nachdem 2014 eine zehnköpfige Jury das Siegerprojekt «Moerswil» von Beat Consoni gekürt hatte. Schliesslich schien die Zukunft des «Freihofs» damit besiegelt.

Verein will Studie Knill als Ausgangspunkt nutzen

Seit kurzem sieht alles anders aus. Der Gemeinderat verzichtet darauf, das Projekt «Moerswil» weiterzuverfolgen, nachdem das kantonale Baudepartement den Rekurs der Einsprecherin Bea­trice Mülli gegen den Neubau gutgeheissen hat (Tagblatt vom 1. September). Auch das zweitplatzierte Projekt «Girasole», das eine Gruppe Bürger als Ersatz vorgeschlagen hat, soll nicht weiterverfolgt werden, wie der Gemeinderat jetzt im Mitteilungsblatt schreibt. Er beruft sich dabei unter anderem auf eine Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege, wonach das zweitrangierte Projekt «weder architektonisch noch ortsbaulich den Anforderungen des Ortsbildschutzes zu genügen vermag».

Wie aber jetzt weiter? Der Gemeinderat hat sich für einen neuen Weg entschieden: Am Dienstag, 26. September, sind Vertreter aus Politik, Gewerbe, Schule, Kirche und aus verschiedenen Interessengruppen zu einem «runden Tisch» eingeladen. Darunter auch der Verein zum Schutz des Ortsbildes, der «Morgenluft wittert», wie Kunsthistorikerin Elisabeth Keller-Schweizer stellvertretend sagt. Für die Zukunft des «Freihofs» müsse man nicht wieder von vorn beginnen, sondern es sei wie im Monopoly. «Dank Vorarbeit können wir vorrücken aufs Startfeld.»

Die Idee, die ein Leserbriefschreiber kürzlich äusserte mit Abbruch und Wiederaufbau des «Freihofs», wäre eine Möglichkeit, sagt sie. «Allerdings ist ein Abbruch gar nicht nötig.» Die «bestmögliche, günstigste und einfachste Lösung», den «Freihof» wieder zu beleben, liege ­bereits vor: Die Studie Knill, die eine Renovation vorsieht. Sie könnte gemäss Elisabeth Keller als Ausgangspunkt genutzt werden. Am 26. September werde man das Projekt deshalb nochmals vorstellen in der Hoffnung, der Gemeinderat und später auch die Bürgerversammlung werde «auf den Zug Renovation aufspringen». Denn der «Freihof» sei erwiesenermassen intakt, was Fundament, Aussenmauern und Dachgebälk angehe. Zudem sieht die Studie Knill einen Durchbruch im Gebäude vor. So könnte auch der jetzige Engpass für Fussgänger behoben werden. Für die Kunsthistorikerin ist darum klar: «Wir müssen die Chance jetzt packen, bevor es zu spät ist.»

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