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MÖRSCHWIL: Samichlaus ist im Februar immer noch im Stress

Wenn im Adlersaal über sinnliche Sinnlosigkeit philosophiert wird, der Samichlaus in guten alten Zeiten schwelgt und die Jugend über «No Billag» sinniert, ist Fasnacht. Bei der Adlerbruet gibt es wiederum viel zu lachen.
Corinne Allenspach

Die Fasnacht mit der Adlerbruet, das ist immer auch ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Sicherlich eines der Erfolgsrezepte, warum jedes Jahr rund 700 Personen das neuste Programm sehen möchten. Es ist eine Mischung aus Neugierde und Vorfreude, die die Zuschauer in den Adlersaal lockt. Neugierde darauf, mit welchem Auftritt alt Gemeinderat Peter Zingg diesmal verblüffen wird, welche (Ferien-)Pannen und Peinlichkeiten die Schnitzler Andi Schmal und Urs Keller aufdecken, welch brennendes politisches Thema das Mörschwil-Total-Team durchleuchtet hat oder worüber der Mann mit Hund philosophiert. Und Vorfreude auf einen Abend mit garantiert vielen Lachern.

Der Nachwuchs übernimmt nach und nach

Eine Fasnachtsgesellschaft, der es in einem 3500-Einwohner-Dorf seit bald 35 Jahren gelingt, ein abendfüllendes Programm auf die Beine zu stellen, verdient allein schon Respekt. Erst recht, wenn es die rund 30 Beteiligten unter der Regie von Martin Egli mit so viel Enthusiasmus, Ideen und Talent tun. Umso beruhigender zu wissen, dass zumindest die nahe Zukunft gesichert ist. Schliesslich steht mittlerweile gleich in mehreren Familien nicht nur der Vater auf der Bühne, sondern auch der Nachwuchs. Und dieser beweist erneut, dass er nicht minder talentiert ist als die erfahrenen Fasnächtler.

2017 stolperten Pascal Zweifel und Matthias Rutzer erstmals als Redaktoren des Mörschwiler Mitteilungsblatts mit liebenswürdiger Tollpatschigkeit über die Bühne und von dort direkt in die Herzen der Zuschauer. Auch dieses Jahr sind sie herrlich unterhaltsam, allein schon durch ihre Mimik und Körperhaltung. In Hochform ist auch die Mörschwiler Jugend. Sie hat sich mit «No Billag» auseinandergesetzt. Dumm nur, dass sie dabei etwas falsch verstanden hat. Wobei, über «No Biilag» freuen sich auch die «Adler»-Wirtinnen, die künftig mehr Fleisch verkaufen können, wenn die Beilagen abgeschafft werden.

Wie ein roter Faden durchs Programm zieht sich, einmal mehr, das Thema Freihof. Während die zwei Dorfpolizisten, Oliver Grahornig und Erich Büchel, darüber sinnieren, ob Gemeindepräsident Paul Bühler deswegen noch nie eine Folge der Serie «Um Himmels Willen» verpasst hat, bringt Hausi Leutenegger endlich, endlich die lang ersehnte Lösung. Welche, sei nicht verraten. Nur so viel: Leutenegger, brilliant verkörpert von Bodo Würth, lehnt sich ganz schön weit aus dem Parkhaus, äh, Fenster.

Corinne Allenspach

corinne.allenspach@tagblatt.ch

Bühnenprogramm Adlerbruet, heute Freitag, morgen Samstag zudem mit Möbü-Wahl und Maskenball, je 19.30

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