MÖRSCHWIL: Neues Zentrum für Mörschwil

Eine neue Überbauung soll den Kern der 3500-Einwohner-Gemeinde aufwerten. Nun liegt ein erster Testplan vor. Für die Umsetzung ist die Gemeinde auf die Mitarbeit weiterer Grundeigentümer angewiesen.

Noemi Heule
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Zwischen Post- und St.-Galler-Strasse befindet sich eines der wichtigsten Areale von Mörschwil. (Bild: Benjamin Manser, Claudio Heller)

Zwischen Post- und St.-Galler-Strasse befindet sich eines der wichtigsten Areale von Mörschwil. (Bild: Benjamin Manser, Claudio Heller)

Im Herzen von Mörschwil soll in ferner Zukunft eine neue Überbauung entstehen. Die Gemeinde hat nun erste Pläne für das Projekt vorgelegt. Der Testplan sieht vor, dass im Dreieck zwischen Post-, Kirch- und St.-Galler-Strasse eine neue Überbauung entsteht. Die Wohn- und Gewerbefläche vergrössert sich, während Grünfläche schwindet.

Die Planung im Dorfkern will gut durchdacht sein. «Es handelt sich um eines der wichtigsten Areale im Dorf», sagt Gemeindepräsident Paul Bühler. Dieser erste Entwurf zeige deshalb erst eine «mögliche Variante einer möglichen Überbauung». Wann tatsächlich die Bagger auffahren, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch völlig ungewiss.

Wenig Erfolg beim ­Grundstückkauf

Klar ist: Die Gemeinde ist für die neue Lösung im Herzen des Dorfes auf das Einverständnis weiterer Grundeigentümer angewiesen. Drei Parteien teilen sich derzeit eine Fläche von 4000 Quadratmetern untereinander auf. Im Zuge der Planungsarbeiten versuchte die Gemeinde, welche die Liegenschaft Altes Gemeindehaus besitzt, auch die ­benachbarten Grundstücke zu erwerben – mit wenig Erfolg.

Die ehemalige Postleiterin Felicitas Holderegger verkaufte ihre Liegenschaft an die Zeblas GmbH von Rolf Bock. Albin Egger wiederum vermachte seine Bäckerei einem Nachfolger. Immerhin: Rund 1280 Quadratmeter seines Landes gehen in den Besitz der Gemeinde über.

Während die Post und ein Holzschopf im Testplan grösseren Gebäuden weichen müssen, bleibt das Alte Gemeindehaus bestehen. Dies hat auch emotionale Gründe: Das Haus sei für die Gemeinde von Bedeutung, sagt Bühler, der selbst noch dort zur Lehre ging. Dennoch: Auch dieser Beschluss sei noch nicht ­definitiv.

Konsens für weitere Planung entscheidend

Konkrete Entscheidungen wurden in dieser ersten Planungsphase keine getroffen. Wichtigstes Resultat sei denn auch, dass ein Konsens mit den Eigentümern der verschiedenen Grundstücke gefunden werden konnte. «Alle haben sich bereit erklärt, die Aufgabe der Zentrumsgestaltung gemeinsam anzugehen», sagt Paul Bühler.

Sechsmal sassen die Eigentümer während der vergangenen zwölf Monate am selben Tisch, um über die Zukunft ihrer Liegenschaften zu diskutieren – und damit über die Zukunft des Zentrums von Mörschwil. Nun gehe es in einem nächsten Schritt darum, gemeinsam die Nutzung der Grundstücke festzulegen.