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MÖRSCHWIL: Ideen für das «Sprötzehüsli»

Die Gemeinde sucht einen neuen Mieter für das Spritzenhäuschen. Am Besuchstermin erschienen viele Interessierte mit Vorschlägen für eine Nutzung.
Laura Widmer
Für das alte Spritzenhäuschen wird ein neuer Mieter gesucht. (Bild: Michel Canonica)

Für das alte Spritzenhäuschen wird ein neuer Mieter gesucht. (Bild: Michel Canonica)

Laura Widmer

laura.widmer@tagblatt.ch

Das Spritzenhäuschen in Mörschwil ist voll: Rund 25 Personen treffen am Donnerstagnachmittag an der St. Galler-Strasse 21 ein, um den Riegelbau zu besichtigen. Die Gemeinde sucht ab dem ersten Mai einen neuen Mieter für das Objekt. Die Firma Bissegger & Federer, welche 34 Jahre lang Mieter der Liegenschaft war, gibt den Betrieb auf. Das Gebäude ist nicht isoliert und wird als nicht heizbar vermietet. Eine Ecke des 96 Quadratmeter grossen Raumes im Erdgeschoss ist durch Gitterzaun vom Rest des offenen Raumes abgetrennt. Sie gehört nicht zum Mietobjekt, sondern wird vom Bauamt genutzt. Der Mietzins beträgt 700 Franken pro Monat, ohne Nebenkosten. «Nicht viel für ein Objekt dieser Grösse», sagt eine Interessentin.

Der Ölofen heizt auf 15 Grad

Im unteren Stock, der als Werkstätte und Materiallager genutzt wurde, sorgt ein Gasofen für etwas Wärme. Rund eine Viertelstunde gehe es, bis der Raum auf 15 bis 20 Grad geheizt sei, sagt Heinz Bissegger. Im Winter den ganzen Tag in diesem Raum zu verbringen, sei trotz der Wärmequelle aber kaum möglich. Etwas milder ist die Temperatur im Büro und der Toilette im oberen Stock. Diese Räume sind isoliert.

Viele der am Besuchstermin Erschienenen möchten das Gebäude weiterhin als Lager nutzen. «Wir hätten Interesse, das Magazin zu mieten und als Lagerraum zu verwenden», sagt eine Frau. Sie arbeitet für eine Firma, die viel Outdoor-Material wie Kanus oder Kajaks unterbringen muss. Zwei Männer mittleren Alters suchen einen Ort, um Motorräder unterzustellen. Die fehlende Heizung stelle für sie deshalb kein Problem dar. Ein Mann erkundigt sich nach der Höhe der Eingangstore, da er einen Ort für seinen Pickup-Anhänger sucht.

Begegnungsort im «Sprötzehüsli»

Willi Rüedi und Claire Guntern hoffen, dass nicht erneut ein Lager ins alte Feuerwehrdepot kommt. «Dafür ist das Häuschen doch viel zu schmuck», sagt Guntern. Sie ist Mitglied des Generationenkreises Mörschwil, der sich für einen guten Austausch zwischen Jung und Alt einsetzt. Rüedi und Guntern wünschen sich, dass im «Sprötzehüsli» etwas entsteht, dass einem breiten Teil der Mörschwiler Bevölkerung zugute kommt. «Wir haben gute Vorschläge für einen Treffpunkt», ist sie überzeugt.

Unter den Besuchern sind neben ernsthaft Interessierten auch Neugierige, die das Gebäude gern einmal von Innen anschauen möchten. Die Mehrheit der Besucher nimmt jedoch beim Abschied einen Bewerbungstalon mit. Richard Kast von der Gemeinde Mörschwil zeigt sich überrascht, wie viele Interessenten da sind. «Die meisten Leute haben konkrete Ideen», sagt er. Rund zwei Wochen bleiben Interessierten, um ihre Bewerbung für das Spritzenhäuschen einzureichen: Die Frist läuft am ersten März ab.

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