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MÖRSCHWIL: Hinter dem Gymnasium Untere Waid entsteht ein spezielles Bienenhaus

Das "Didaktische Zentrum für Bienenwerte" ist einen Schritt weiter: Für das Bienenhäuschen stehen die Bauvisiere. Auch ist ein Eröffnungsdatum festgelegt.
Adrian Lemmenmeier
Hinter dem Gymnasium Untere Waid stehen bereits Visiere und Fassadenmuster für das Bienenhaus. (Bild: Ralph Ribi)

Hinter dem Gymnasium Untere Waid stehen bereits Visiere und Fassadenmuster für das Bienenhaus. (Bild: Ralph Ribi)

Adrian Lemmenmeier

adrian.lemmenmeier@tagblatt.ch

Ob das "Didaktische Zentrum für Bienenwerte", das in Mörschwil nahe der Grenze zur Stadt geplant ist, tatsächlich realisiert wird, war lange unklar. Nun ist der Bienenzüchterverein St.Gallen und Umgebung einen Schritt weiter: Hinter dem Schulhaus des Gymnasiums Untere Waid stehen die Bauvisiere für das Bienenhäuschen. "Wenn alles gut geht, wird das Häuschen in den nächsten Wochen aufgerichtet", sagt Otto Hugentobler, Präsident des Bienenzüchtervereins St.Gallen und Umgebung. Einsprachen gegen das Baugesuch sind keine eingegangen. Die Frist ist am 25. Januar verstrichen.

Neben den Visieren steht bereits ein Muster der Fassade: schmale, der Länge nach aneinander gereihte Holzbalken, auf denen sich die Formen von Bienenwaben abzeichnen. Den Bau des Häuschens übernimmt das Holzbauunternehmen Blumer-Lehmann AG aus Gossau. Die Bienenzüchter helfen freiwillig mit. Auf den Rohbau folgt das Blechdach, dann werden Fenster und Türen eingesetzt. Daneben wird ein Rundgang mit Informationstafeln erstellt. Den Kiesweg dazu, der um einen kleinen Teich führt, haben die Bienenfreunde schon im vergangenen Herbst gebaut, zusammen mit Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Untere Waid und Freiwilligen der St. Galler Kantonalbank. Das Fundament für das Bienenhaus ist bereits eingelassen.

Auch die Stadt unterstützt das Bienenzentrum

Die Finanzierung des "Didaktischen Zentrums für Bienenwerte" stand lange auf wackligen Beinen. Eigentlich wollte der Verein das Zentrum im Frühling 2018 eröffnen. Weil Sponsorengelder auf sich warten liessen, verschob er die Eröffnung auf den Herbst. Mittlerweile ist ein Datum gesetzt: "Läuft alles nach Plan, eröffnet das Bienenzentrum am Samstag, 8. September", sagt Otto Hugentobler.

Immer mehr Gemeinden, Vereinigungen und Institutionen unterstützen das Bienenzentrum. So hat kürzlich die Stadt St.Gallen einen Beitrag von 30'000 Franken gesprochen. Zuvor hat der Kanton St. Gallen 80'000 Franken aus dem Lotteriefonds bewilligt und der Kanton Appenzell Ausserrhoden 20'000. Die Standortgemeinde Mörschwil hat 20'000 Franken beigesteuert, und auch viele andere Gemeinden unterstützen das Projekt, genauso wie der St.Galler Bauernverband, verschiedene Stiftungen und private Gönner.

"Wir sind zuversichtlich, dass der budgetierte Betrag zusammenkommt", sagt Hugentobler. "Deshalb haben wir die Umsetzung bereits mit voller Kraft gestartet." Insgesamt soll das didaktische Zentrum gut eine halbe Million Franken kosten.

Vom Jubiläum zum Zentrum

Entstanden ist die Idee für ein didaktisches Bienenzentrum im Jahr 2013. Damals feierte der Bienenzüchterverein St.Gallen und Umgebung sein 150-jähriges Bestehen – und machte im Botanischen Garten eine Ausstellung rund um die Bienen. Das Interesse war gross; scharenweise führten Hugentobler und andere Züchter Gruppen durch die Ausstellung.

Mit dem Bienenzentrum sollte eine permanente Ausstellung zum Thema Bienen entstehen. Einschliesslich Lehrbienen, mit denen sich zeigen lässt, wie ein Bienenvolk lebt, wie eine Bienenkönigin aussieht oder wie ein Imker Honig aus den Waben schöpft. Von der St.Galler Kantonalbank erhielten die Bienenzüchter Anschubfinanzierung, dann suchten sie nach einem geeigneten Standort für das Zen­trum. Sie fanden ihn beim Gymnasium Untere Waid. Die Nähe zum Naturmuseum und zum Botanischen Garten ermögliche eine unkomplizierte Zusammenarbeit mit diesen Einrichtungen, sagt Hugentobler. Auch sei man dort ideal an den öffentlichen Verkehr angeschlossen.

Zusätzlich zum Bienenhäuschen und dem Lehrpfad wird in zwei Räumen des Gymnasiums eine Dauerausstellung eingerichtet. Schulklassen, Vereine oder Firmen sollen sich hier informieren können. Über die Bienen – und ihre Rolle in der Natur, der Wirtschaft, Gesellschaft, Geschichte und Kultur.

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